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Weißes Pulver im Umschlag: Feuerwehreinsatz auf Polizeiwache

Großhansdorf Weißes Pulver im Umschlag: Feuerwehreinsatz auf Polizeiwache

In der Polizeiwache Großhansdorf ist am Mittwoch ein Umschlag mit einer unbekannten, pulverförmigen Substanz aufgetaucht. Die Feuerwehr verstaute den Stoff in einem sicheren Behälter, über eine Untersuchung wird noch entschieden.

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Die Feuerwehr verstaute den Brief samt Inhalt in einem sicheren Behälter.

Quelle: jeb

Großhansdorf. Ein Briefumschlag mit einer unbekannten Substanz und einem in Englisch verfassten Schriftstück hat am Mittwochnachmittag für einen größeren Einsatz von Feuerwehr und Löschzug Gefahrgut des Kreises Stormarn in der Gemeinde Großhansdorf gesorgt.

LN-Bild

In der Polizeiwache Großhansdorf ist gestern ein Umschlag mit einem verdächtigen Inhalt aufgetaucht.

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Ein Ehepaar war am frühen Nachmittag bei der Polizeidienststelle in Großhansdorf im Kortenkamp erschienen und legte den Beamten einen Brief vor, den es zuvor offenbar aus seinem Briefkasten geholt hatte. Beim Öffnen des Kuverts hatte das Ehepaar bemerkt, dass sich neben einem Schriftstück auch ein weißes Pulver in dem Umschlag befand. Die Beamten der Polizeistation Großhansdorf, denen das Pulver nach deren Angaben auch aus dem Umschlag rieselte, informierten umgehend die Rettungsleitstelle, ihre eigene Leitstelle und das Polizeirevier Ahrensburg als vorgesetzte Dienststelle.

Da auf dem Schriftstück nach Polizeiangaben eine bedrohliche Nachricht in englischer Sprache verfasst war, mussten die Beamten davon ausgehen, dass das weiße Pulver nicht ungefährlich war. Eine erste Untersuchung eines Notarztes ergab bei dem Ehepaar und auch bei den beiden Polizeibeamten keine Auffälligkeiten. „Wir nehmen solch eine Lage sehr ernst und haben vorsorglich auch den Löschzug Gefahrgut alarmieren lassen, zumal wir ja nicht wissen konnten, um was für eine Substanz es sich bei dem Pulver handelt“, sagte der Leiter des Polizeireviers Ahrensburg, Norbert Patzker. Er war mit einem Kollegen nach Großhansdorf geeilt, um in diesem Fall die polizeiliche Leitung des Einsatzes zu übernehmen.

Zu diesem Zeitpunkt hatten Mitarbeiter des Löschzugs Gefahrgut und der örtlichen Feuerwehr längst den Kortenkamp im Bereich der Polizeistation weiträumig abgesperrt. Natürlich ging bei der Polizei nichts mehr in Sachen Publikumsverkehr und die Mitarbeiterinnen des benachbarten Pflegedienstes des Deutschen Roten Kreuzes mussten Umwege in Kauf nehmen auf dem Weg zur Arbeit oder auf dem Rückweg von ihren Einsätzen.

Zunächst verschafften sich die Spezialisten des Gefahrgutzuges einen Überblick. Dann sicherten sie den Briefumschlag in einem Plastikbeutel. Eine Überprüfung des Pulvers vor Ort war nicht möglich. So entschied man sich, die Substanz samt Briefumschlag und Schriftstück in einen weiteren Plastikumschlag zu stecken und den noch einmal luftdicht zu verpacken. In Absprache mit der Polizei wurde das ganze dann in einen blauen Kunststoffbehälter verpackt, der sogar für den Transport für hochinfektiöse Stoffe geeignet ist. Um dabei jedes Risiko für die beteiligten Einsatzkräfte zu vermeiden, legten die Männer Schutzmasken und zwei Paar Handschuhe an.

Bei der Bergung des Umschlags vermieden die beiden Feuerwehrmänner, den Plastikumschlag anzufassen und nutzten vielmehr eine lange Greifzange. Der Behälter wurde dicht verschlossen und nach draußen gebracht, wo er in einem Pappkarton verschwand. Diesen mit entsprechenden Sicherheitsaufklebern versehenen Karton übergaben die Gefahrgut-Experten der Polizei. „Wir werden Donnerstagvormittag abklären und entscheiden, ob wir die Substanz von einem externen Labor untersuchen lassen oder ob das Landeskriminalamt in Kiel die Untersuchungen vornehmen wird“, erklärte Ahrensburgs Polizeichef Patzker.

Am Einsatz waren neben den Polizeibeamten auch die Freiwilligen Feuerwehren aus Ahrensburg und Großhansdorf, ein Notarzt und ein Rettungswagen sowie der leitende Notarzt, der organisatorische Leiter Rettungsdienst und der Löschzug Gefahrgut beteiligt.

 Jens Burmester

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