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Weiterhin zwei Pröpste im Kirchenkreis

Bad Oldesloe Weiterhin zwei Pröpste im Kirchenkreis

Synode von Plön-Segeberg sprach sich einstimmig für Doppelbesetzung aus.

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Geht in den Ruhestand: Propst Matthias Petersen vom Kirchenkreis Plön-Segeberg.

Quelle: hfr

Bad Oldesloe. Im Kirchenkreis Plön-Segeberg wird es auch künftig zwei Propststellen geben. Darauf einigten sich die Synodalen auf ihrer 13. Sitzung im Haus der Diakonie in Preetz. Da Propst Matthias Petersen im Sommer 2014 aus dem Amt scheiden wird, war die Frage laut geworden, ob seine Stelle neu ausgeschrieben werden soll.

Die Debatte verlief durchaus kontrovers. Eine Synodale fragte, ob nicht eine Spitze integrierender wirken würde und für das „Wir-Gefühl“ förderlicher sei, als zwei. Dagegen spreche die hohe Arbeitsbelastung der Pröpste durch Visitationen der 35 Gemeinden, Seelsorge und Beratung der 67 Pastoren und Verpflichtungen beim Bildungswerk und dem Diakonischen Werk, merkten andere an. Eine Kosteneinsparung durch die Reduzierung sei nicht zu erwarten.

Bei seiner nunmehr letzten Synodenpredigt mahnte Propst Matthias Petersen an, dass die Kirche „eine immer wieder sich reformierende Kirche sein soll, die nicht still stehen bleiben, sondern Veränderungen mutig anpacken soll“. So gab seine Auslegung des Predigttextes der Synode einen deutlichen Impuls in Richtung Veränderung.

In seinem Grußwort bedankte sich Kreispräsident Peter Sönnichsen aus Wankendorf bei allen für die sehr gute und engagierte Zusammenarbeit in der Sorge um die Menschen. Kirchenkreis und Kommunalkreis hätten viele Gemeinsamkeiten. Beide seien „demokratische Vertretergremien“. Auch die Themen entsprächen einander: Es gehe ums Ehrenamt und demographischen Wandel, aber auch um die Diakonie, die Sorge für die Schwachen, wo auf beiden Seiten oft dieselben Menschen stünden und mit denselben Menschen zu tun hätten.

Die Arbeit, die die Kirche für die Menschen vollbringe, sei hervorragend und müsse aufrecht erhalten werden.

Zu den Schwerpunktthemen der Synode, an der 68 von 88 Mitgliedern teilnahmen, gehörte auch der Visitationsbericht, den der Bischofsvertreter Gothart Magaard über den Stand der Fusion der Kirchenkreise hielt. Durch die vorherige, freiwillige Zusammenlegung der Verwaltungen vor bereits elf Jahren, habe der Kirchenkreis die Fusion gut vorbereitet durchführen können und sei im Prozess des Zusammenwachsens schon sehr weit fortgeschritten — ohne größere Verwerfungen. Die Fusion habe allerdings durch neue, verbindliche Aufgaben der Verwaltung zu höheren Kosten geführt und zu längeren Wege. Andererseits habe dadurch in der Propstei Segeberg das Bildungswerk entstehen können, von dem aus alle Bildungsausgaben für den Kirchenkreis koordiniert werden.

Besonders hob Magaard die Zusammenarbeit mit den Schulen hervor. In der Diakonie beeindruckten ihn die Kompetenz der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und die Netzwerkarbeit im Bildungs- und Beratungszentrum in Bad Segeberg. In Plön beeindruckte ihn das Projekt „Land in Sicht“, das für 40 „langzeitarbeitslose“ Menschen täglicher Anlaufpunkt ist. Nach den Erfahrungen von Ausgrenzung aus der Gesellschaft werden sie dort gestärkt und erlangen mehr Selbstbewusstsein. Magaard erinnerte an die „reich blühende Kirchenmusik“ und wie viele Menschen durch sie erreicht würden.

Aber er musste auch einräumen, dass es noch gewisse Fremdheit zwischen den beiden Propsteien gebe. In Arbeitsgruppen berieten die Synodalen anschließend, was ganz konkret getan werden könne, um eine weitere Annäherung beider Propsteien in Verwaltung, Diakonie, Bildungswerk und in den Gemeinden zu befördern.

Gute Konjunktur beschert Kirche höhere Einnahmen
Die Jahresrechnung 2012 des Kirchenkreises Plön-Segeberg schließt ab mit Einnahmen und Ausgaben von 30 089 673 Euro.Durch die gute konjunkturelle Entwicklung fielen die Kirchensteuereinnahmen um 1,45 Millionen Euro höher aus als erwartet. Alle anderen Haushaltsansätze blieben im Soll oder konnten unterschritten werden. Die Synode beschloss ohne weitere Diskussion die Entlastung des Kirchenkreisrates und die Jahresrechnung einstimmig.

Ein Programm zur energetischen Sanierung der Pastorate hatte die Synode bereits auf ihrer vorangegangenen Sitzung beschlossen. Dafür sollen acht Millionen Euro innerhalb von zehn Jahren aufgewendet werden. Nun wurde einstimmig beschlossen, die Rücklage des Bildungswerkes mit 25 000 Euro aufzufüllen und 1,42 Millionen Euro der Baurücklage zuzuführen. Die Gemeinden erhalten einen 60-prozentigen Zuschuss für die energetische Optimierung.

LN

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