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Stormarn Weniger Einbrüche in Stormarn
Lokales Stormarn Weniger Einbrüche in Stormarn
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20:39 26.10.2017
Ahrensburg

Zwar sind im Oktober die aktuellen Zahlen mit 30 Einbrüchen in den ersten beiden Wochen leicht gestiegen, insgesamt aber nimmt die Zahl der Einbrüche in Stormarn ab. „In den Kreisen Stormarn und Herzogtum Lauenburg sind die Einbruchszahlen rückläufig“ erklärt Torsten Gronau, Sprecher der Polizeidirektion Ratzeburg. „Nach hiesiger Auswertung haben wir derzeit in unserer Polizeidirektion etwa 200 Fälle weniger als letztes Jahr zu verzeichnen. Gegenüber dem hoch belasteten Jahr 2015 haben wir jetzt ungefähr die Hälfte der Taten.“

„Lieber einmal zu viel die Polizei rufen als einmal zu wenig.“Torsten Gronau Polizeidirektion Ratzeburg

Zurückzuführen ist der Rückgang der Zahlen auch auf die verstärkten Bemühungen der Polizei. „Die Polizeidirektion Ratzeburg hat an den Standorten Ahrensburg und Reinbek jeweils eine Ermittlungsgruppe gebildet“, erläutert Gronau. „Bestandteil dieser Ermittlungsgruppen ist eine „Tatortgruppe“, die sich um eine sehr umfängliche Spurensuche und -sicherung an den Tatorten kümmert.“

Dabei werden alle Spuren gesichert, die gefunden werden: DNA und Schuhabdrücke, Fingerabdrücke, aber auch Werkzeugspuren. Die Ermittlungsgruppen bewerten die Spuren und versuchen sie in Zusammenhänge zu bringen. Dazu gehören Fragen wie: Welche Tatorte passen zu welchen Tätern? Auf diese Weise konnten im vergangenen Jahr 19 mutmaßliche Täter ermittelt werden. Auch eine Blutspur hat über einen DNA-Vergleich zu einem Treffer geführt. „Ein wesentlicher Aspekt ist der regelmäßige Informationsaustausch mit den umliegenden Bundesländern, insbesondere der Hansestadt Hamburg, da Täter keine Ländergrenzen kennen“, betont Polizeisprecher Gronau. Die Ermittlungsgruppen werteten zudem Hinweise von Bürgern auf verdächtige Personen ebenso aus wie Erkenntnisse, die von Einsatzstreifen der Polizei gewonnen wurden.

Auch der Bürger kann viel tun. „Ein unübersichtliches Grundstück durch Bewuchs oder Bebauung mit schlechter Ausleuchtung ist ein Paradies für einen Einbrecher, Einbrecher sind meist lichtscheu“, sagt Gronau. Einfache Fenster und Türen ohne einbruchhemmende Wirkung seien für einen Profi weithin erkennbar. Wer ein Fenster oder eine Terrassentür mit einem oder zwei Hebelgriffen öffnen könne, fühle sich als Einbrecher willkommen. „Wenn der Täter erkennt, dass offenbar niemand zu Hause ist, macht das ein Haus zu einem bevorzugten Objekt. Einbrecher scheuen in aller Regel die Gefahr, während der Tat überrascht zu werden.“ Innerhalb kürzester Zeit gelangten sie ins Haus und nähmen bevorzugt leicht zu transportierende Gegenstände wie Bargeld, Schmuck oder handliche Elektronikgeräte mit.

Die Polizei setzt auf mehr Präsenz, geht verstärkt Streife, auch in Zivil, und bietet Prävention. Regelmäßig laufen Polizisten in der Dämmerung durch Wohngebiete und machen Einwohner auf Schwachstellen an ihren Häusern aufmerksam. Dazu kommen Informationsveranstaltungen. „Bei der Präventionsarbeit verfolgen wir sehr unterschiedliche Strategien“, sagt Gronau. Zum einen sollen die Bürger über einen besseren technischen Einbruchschutz informiert werden. Je schwieriger der Zugang zu einem Objekt sei, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass ein Einbrecher von seinem Vorhaben ablässt. „Fast jeder zweite Einbruch bleibt heute schon im Versuchsstadium stecken“, weiß Gronau. Ein weiterer Ansatz ist die Verhaltensprävention. „Dazu gehört die Erörterung mit den Bürgern, wie man das Risiko minimieren kann, Opfer eines Einbruches zu werden.“

Gute Ausleuchtung des Grundstücks, keine Leitern, Mülltonnen oder sonstigen Steighilfen am Haus, auch bei kurzen Abwesenheiten das Haus sichern – das sind Maßnahmen, die Wirkung zeigen. „Aber auch das Thema ,aufmerksamer Nachbar’ ist uns wichtig. Wir wollen die Hemmschwelle abbauen, die Polizei zu informieren, wenn einem etwas komisch vorkommt. Bei Verdacht lieber einmal mehr als einmal zu wenig die Polizei rufen“, betont Gronau. Dabei steht nicht immer ein Fluchtwagen in der Nähe: Als die U-Bahnlinie 1 im vergangenen Jahr über Wochen gesperrt war, ging die Zahl der Einbrüche in Ahrensburg und Großhansdorf drastisch zurück.

Der Tag des Einbruchschutzes am Sonnabend, 4. November, geht von 11 bis 17 Uhr, Ort: CCA in Ahrensburg.

Von Bettina Albrod

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