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Stormarn Weniger Fehltage als anderswo im Norden
Lokales Stormarn Weniger Fehltage als anderswo im Norden
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20:33 11.08.2016

Mit nur durchschnittlich 15,9 Fehltagen waren die Erwerbspersonen im Kreis Stormarn im vergangenen Jahr am seltensten krankgeschrieben. Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK) in Schleswig-Holstein hervor, der jetzt um lokale Daten ergänzt wurde. Sie teilen sich den Rang gemeinsam mit Flensburg und den Kreisen Pinneberg sowie Rendsburg-Eckernförde.

Im Vergleich zu den Nachbarn in Lübeck (16,9 Tage) und in den Kreisen Herzogtum Lauenburg (18,2 Tage) sowie Segeberg (17,3 Tage) gab es in Stormarn deutlich weniger Fehlzeiten aufgrund von Krankheit.

Doch auch wenn der Kreis im Landesvergleich gut abschneidet und der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Tage sehr gering ist, sollte der Wert durchaus kritisch betrachtet werden, meint Johann Brunkhorst, Leiter der TK in Schleswig-Holstein. Denn in fast allen Regionen beobachtet die TK seit Jahren einen Anstieg der Fehltage. Nur Neumünster und Flensburg konnten einen leichten Rückgang verzeichnen. „Betriebliches Gesundheitsmanagement wird mit Blick auf die steigenden Krankheitstage zunehmend wichtiger“, sagt Brunkhorst zu der Entwicklung. „Die Anforderungen im Berufsalltag steigen stetig. Die Digitalisierung bringt zwar viel Erleichterung mit sich, gleichzeitig bekommen die Mitarbeiter immer mehr neue Aufgaben. Das belastet viele Menschen, genauso wie die zunehmend schwieriger werdende Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“

Unternehmen sollten daher die Gesundheit ihre Mitarbeiter aktiv fördern, so die Krankenkasse. Brunkhorst: „Wir dürfen nicht nur darüber sprechen, was Beschäftigte krank macht, sondern auch darüber, welche Ressourcen wir fördern können, damit sie lange gesund bleiben. Dabei geht es um viel mehr als ergonomische Arbeitsplätze. Es geht um gute Strukturen und darum, die Mitarbeiter einzubeziehen und vor allem um Wertschätzung.“ Zu den Hauptursachen für eine Arbeitsunfähigkeit zählten im vergangenen Jahr Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems, psychische Probleme sowie akute Infekte der oberen Atemwege.

Für den Gesundheitsreport 2016 wertet die Kasse die Krankschreibungen und Arzneimittelverordnungen der 4,6 Millionen bei der TK versicherten Erwerbspersonen aus. Dazu zählen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und Empfänger von Arbeitslosengeld I.

LN

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