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Wer rettet das Oldesloer Kino?

Bad Oldesloe Wer rettet das Oldesloer Kino?

Oldesloes Kinochef Heinz Wittern kämpft weiter um den Erhalt seines Oho-Kinocenters, das er 30 Jahre lang geleitet hat. Durch einen Insolvenzantrag strebt er jetzt eine Sanierung an. Um den Fortbestand des Kinos zu sichern, ist jetzt ein gutes Geschäftsmodell gefragt.

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Annette Führmann (52) mit „Teddy“, Bad Oldesloe: „Ich bin sehr traurig darüber, dass das Kino nicht mehr auf hat. Es war immer so nett. Und man kannte viele der Kino-Besucher.“

Bad Oldesloe. An einem Runden Tisch könnten dann gemeinsam tragfähige Zukunfts-Ideen entwickelt werden, um das Kino auch ohne die Stadt Bad Oldesloe zu erhalten. Erst vor einer Woche waren seine Verhandlungen mit der Stadt gescheitert. Dabei ging es darum, das ebenfalls von Wittern betriebene Hotel Oldesloer Hof direkt neben dem Kino zur Flüchtlingsunterkunft umzuwandeln (die LN berichteten).

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Andre Jäckh (11), Rethwisch: „Wenn das Kino wieder aufmacht, muss man nicht mehr soweit fahren. Außerdem wirken die Filme viel besser als zu Hause auf dem Tablet oder Fernseher.“

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Mehr als ein halbes Jahr lang hatten sich die Verhandlungen hingezogen. Wittern: „Für mich eine Höllenzeit. Man hat nie gewusst, woran man ist.“ Jetzt könne er einen Strich darunter ziehen und nach einer neuen Lösung suchen. Wittern: „Ich habe viel positives Feedback erhalten.“ Er sei „in alle Richtungen offen“. Wittern: „Ich bin frohen Mutes, dass wir in den nächsten zwei, drei Wochen etwas hinbekommen.“

„Eine Stadt ohne Kino kann ich mir nicht vorstellen“, sagt Karin Hoffmann (Grüne). Ein Kinobesuch sei doch ein anderes Erlebnis als vor dem Fernseher zu sitzen. Hoffmann kennt sich mit dem Kinogenre bestens aus. Ihre Familie führte einst selbst ein Kino in der Kreisstadt. „Früher hatten wir drei Kinos. Die gingen alle toll.“ Sie selbst habe ihrer Schwiegermutter damals im Kino geholfen, in den Bahnhofs-Lichtspielen im einstigen Hotel zur Krone. Vom Hotel übrig geblieben sei noch der prunkvolle Tresen, der jetzt Blickfang im Glacehaus ist. Zudem gab es das Hansa-Kino am Markt und das Thalia (jetzt Sparkasse Stormarn).

„Ich wünsche Herrn Wittern viel Erfolg und Kraft bei der Suche nach einer Lösung, und zwar für Kino und Hotel“, sagt Horst Möller (CDU), stellvertretender Oldesloer Bürgermeister. Die Probleme seien vielschichtiger als bisher dargestellt. Damals sei es darum gegangen, mit einer Bürgschaft der Stadt die 3-D-Ausstattung und damit einen möglichen Fortbestand des Kinos zu retten. „Dies war für die städtische Infrastruktur durchaus wünschenswert.“ Möller: „Nun jedoch solle der Fortbestand des in wirtschaftliche Schieflage geratenen Hotels gerettet werden, um damit vielleicht die Existenz und Wiedereröffnung des Kinos zu ermöglichen.“

Die Bürgschaft der Stadt sei jetzt vom Kreditgeber eingefordert worden. Möller: „Um das Hotel dauerhaft zu sichern, sind doch wohl erhebliche Investitionen vonnöten.“ Um die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Flüchtlingsunterkunft zu schaffen, wäre eine sechsstellige Investition erforderlich und daran anschließend eine Jahresmiete in sechsstelliger Höhe. Möller: „Eine Wirtschaftsförderung, also Rettung des Hotels, ist der Stadt in dieser Form nicht möglich.“

Maria Herrmann (SPD): „Ich finde, wir sollten alles tun, um das Kino zu retten.“ Eine Kreisstadt ohne Kino — das bedeute wieder ein Stück Innenstadtsterben. Man solle nach vorn schauen und gemeinsam alles tun, um das Kino zu erhalten. Herrmann: „Neue Ideen und Konzepte müssen her.“ Man müsse es schaffen, findige Köpfe in Bad Oldesloe zu aktivieren, die gute Ideen einbringen. Herrmann: „Wir sind an einem Punkt angelangt, wo es nicht mehr reicht zu sagen, wir wollen das Kino erhalten.“ Ein gutes Konzept müsse her und zwar schnell. Es müsse eine Lösung zur Finanzierung des Hotels gefunden werden, dann gebe es gute Chancen für das Kino.

Susanna Fofana

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