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Wer zahlt für die Getränke?

Reinfeld Wer zahlt für die Getränke?

Zum Jahresende muss die Reinfelder Politik noch viel abarbeiten. Dabei wird Mineralwasser getrunken. Dessen künftige Abrechnung wird ebenfalls ein Thema sein.

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Wir stellen kostenfrei für je 30 Personen fünf Liter Wasser hin in Bargteheide.“Herbert Sczech, Rathaus-Büroleiter

Reinfeld. Bislang muss jeder Reinfelder Stadtvertreter, jedes bürgerliche Mitglied 50 Cent pro Wasser oder Cola zahlen. Doch spätestens ab dem kommendem Jahr soll die Stadtverwaltung eine Getränkegeldpauschale von 25 Euro pro Fraktion einbehalten. Das Geld geht ab vom Zuschuss für die Fraktionsarbeit der vier im Rathaus vertretenen Fraktionen.

Damit entfällt das mühselige Zusammensammeln von Kleingeld. „Das Thema gärt schon lange“, sagt Fachbereichsleiterin Beate Jahnke. „Es steht auf der To-Do-Liste.“ Einladend stehen bei solchen Sitzungen Cola- und Wasserflaschen nebeneinander auf den Tischen. „Wenn ich als Vorsitzender viel zu reden habe, trinke ich bestimmt zwei Flaschen Wasser“, sagt Christdemokrat Lorenz Hartwig. Bei der gleichen Menge liegt Walter Engel von der Wählerinitiative. Sozialdemokrat Lasse Karnatz konsumiert im Schnitt eine Flasche. „Allerdings könnte es heute Abend mehr werden bei der Fülle an Themen.“

Schon deshalb hält der Chef im Haupt- und Finanzausschuss es für möglich, dass das Getränkethema auf eine Folgesitzung verschoben werden könnte. Auf jeden Fall aber sei es „ein Beispiel für Vereinfachung innerhalb der Verwaltung. Kosten würden eingespart.“ Es geht für alle vier Fraktionen im Rathaus um insgesamt 100 Euro.

Bislang müssen die Protokollanten das auf den Tischen liegende Geld, die Flasche kostet 50 Cent, einsammeln und am nächsten Tag eine sogenannte Annahmeanordnung anfertigen und die Einnahmen bei der Stadtkasse einzahlen. „Häufig aber wird das Zahlen vergessen. Oder man hat kein Wechselgeld“, begrüßt Walter Engel die neue Regelung. „Die Einsammelei hat dann endlich ein Ende.“

Den günstigen Preis von 50 Cent errechnet die Stadt aus einer Mischkalkulation. „gezahlt wird auf freiwilliger Basis“, erklärt Beate Jahnke. „Wir führen keine Strichliste.“ Es gehe jetzt schlicht darum, „einen unverhältnismäßig großen Aufwand zu verschlanken“. Und den kennt die Bereichsleiterin zur genüge, ist sie doch für die Getränkeversorgung zuständig. „Im Hochsommer ist bei langen Sitzungen schnell mal eine Kiste weg.“ Überwiegend Wasserkisten. Alkohol bei politischen Sitzungen ist in Reinfeld verpönt, was Walter Engel schon deshalb begrüßt, weil der die Gemüter bei umstrittenen Themen unnötig erhitzen könne.

Gleiches gilt für Bargtheide. Dort allerdings braucht sich die Verwaltung keine Gedanken um die Kostenberechnungen zu machen. „Wir stellen kostenfrei für je 30 Personen fünf Ein-Liter-Flaschen hin und dazu die Gläser in Dreiergruppen“, berichtet Herbert Sczech, Büroleitender Beamter über die Gepflogenheit im Bargteheider Rathaus.

Bürgermeister Tassilo von Bary in der Kreisstadt muss unterdessen selbst bisweilen in die Rolle des Gastgebers schlüpfen, Wasser, Apfelschorle und Orangensaft im Tetrapack selber auftischen, „wenn es vergessen wurde oder wenn zwischen zwei Sitzungen niemand Zeit hat“. Und alles ist kostenfrei für die Teilnehmer in den Ausschussrunden oder bei der Stadtverordnetenversammlung — obwohl die Getränke, weil fair gehandelt, „teuer sind“. Früher, erinnert sich das Oldesloer Stadtoberhaupt, hatten wir mal eine Schale. In die musste jeder 20 Cent für sein Getränk legen. Der Hausmeister rechnete hinterher ab.“ Inzwischen ist die Schale weg. „Der Verwaltungsaufwand, wie auch immer abgerechnet wird, ist einfach zu hoch“, sagt von Bary. Ähnlich halten sie es beim Amt Stormarn. Wasser, Saft und Bier sind frei. „Wir halten es gastfreundlich“, sagt Christina Lehmann. Bei den Sitzungen auf den Dörfen in Nordstormarn allerdings zahle jeder für sich selber. Zumal die Sitzungen oftmals in Gasthäuser sind oder in den Gerätehäusern, wo der Durst dann „zum Selbstkostenpreis“ gelöscht wird.

Uwe Krog

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