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Stormarn Werner Fiedler erntet Brombeeren satt
Lokales Stormarn Werner Fiedler erntet Brombeeren satt
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20:33 18.08.2017
Der Meddewader Werner Fiedler ist stolz auf ein üppiges Brombeerenspalier. Im Sommer liefert sein Garten genug Gemüse fürs Mittagessen. Quelle: Fotos: Dvd
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Meddewade

Die Erntezeit ist in vollem Gange. So mancher Hobbygärtner in Stormarn zieht hinter seinem Haus eine richtige Gemüseabteilung heran. In Meddewade ist das nicht anders.

Der kleine Garten in Meddewade liefert auch reichlich gesundes Gemüse – „Alles bio“.

Dabei jammern derzeit alle über den verregneten Sommer. Mit Werner Fiedler, genauer gesagt seinen Brombeeren, hat es die Witterung aber sehr gut gemeint. Die Ranken der Pflanze, die der Meddewader vor gut neun Jahren in seinem Garten ansiedelte, sind so ausufernd gewachsen, dass er jetzt fast Mühe hat, sie komplett zu ernten.

„Ganze sechs Meter sind die Brombeeren breit. So viele Früchte gab es noch nie“, sagt der Hobbygärtner und weist mit ausladender Geste auf die Spalierpflanze hin. Dicht an dicht baumeln dralle Früchte an den Ranken, einige davon haben schon ihre glänzendschwarze Endfarbe erreicht. Die Beerensorte hat Fiedler übrigens so ausgewählt, dass sich niemand beim Ernten verletzen kann. „Black Satin“ wurde so gezüchtet, dass sie keine Dornen aufweist.

Während die Johannisbeersträucher auf dem Beet gegenüber schon geplündert sind, können die Pflaumen in Fiedlers Garten gut und gerne noch etwas Sonne vertragen. Er freut sich schon auf den Moment, da seine Frau Helga daraus einen duftenden Kuchen zaubert und mit einem Klacks Sahne verziert auf den Kaffeetisch stellt. Der Rest wird zu schmackhaftem Mus eingedickt und aufs Frühstücksbrot gestrichen.

„Wir sind ja Selbstversorger“, erzählt der 77-Jährige. Zurzeit liefert seine kleine grüne Oase am Ortsausgang von Meddewade Kartoffeln, Möhren, Kohlrabi, und Bohnen – also reichlich frisches Gemüse, aus dem sich eine gesunde Mahlzeit zubereiten lässt. Ganz besonders üppig aber sprießen die Zucchini, die erst seit den 70er Jahren in deutschen Gärten angebaut werden, obgleich sie sich als sehr unkomplizierte Feldfrüchte erweisen. Als nächstes will Fiedler auch den frühen Kürbis ernten und zwar die sehr komfortable Sorte namens Hokaido, die ungeschält verwertet werden kann und deshalb äußerst zubereitungsfreundlich ist.

„Alles Bio“, sagt der Mann mit dem berühmten grünen Daumen und blickt zu den rotwangigen Äpfeln hinauf. Ihr Name „Voyager“ lässt Assoziationen an die gleichnamige Raumsonde wach werden. Doch stammt die Bezeichnung aus der Feder eines Briten aus Hertfordshire, der die weich- und süßfleischige Frucht im Jahre 1952 züchtete. Die Apfelbäume selbst hat Fiedler in Trenthorst bekommen. Sein bewusster Verzicht auf chemische Korrekturprodukte lässt ihn zu ziemlich trickreichen Mitteln greifen. Am Stamm seiner Apfelbäumen sind beispielsweise kleine Tontöpfe kopfunter befestigt. Daraus quillt Holzwolle. „Damit locke ich den Ohrenkneifer herbei“, sagt Fiedler und zwinkert wissend mit dem linken Augen.

Ziel dieser Aktion ist es aber nicht, dieses Insekt zu bekämpfen, sondern es als Waffe gegen Blattläuse einzusetzen. Denn diese winzigen „Saugetiere“ sind in der Lage, der schönsten Apfelblüte den Garaus zu machen. Und wenn der Ohrwurm sich auch mal selbst an einem Apfel vergreift, kann Fiedler das schon verschmerzen. Ein wenig Schwund gibt’s aber auch in seinem Garten. Der Birnbaum trägt völlig unerklärlich nur an einer Seite Früchte und eines Morgens hatte ein Reh den gesamten Pholx um einen Kopf kürzer gefressen.

Normalerweise würden in der Fiedlerschen Küche zur Mittagszeit schon die selbst geernteten Kartoffeln auf den Tellern dampfen. Heute ist aber alles anders. „Ich lade meine Frau mal zum Essen ein. Sie hat ja sonst so viel Arbeit mit dem ganzen Gemüse. Jetzt geht’s zum Inder nach Lübeck“, sagt der Hausherr.

Hier ist was los

Nach der Sommerpause gibt’s in Meddewade einige Veranstaltungen. Am Sonnabend, 9. September, wird von 13 bis 20 der Dorfcup SV Meddewade ausgetragen. Ihr 20-jähriges Bestehen feiert die Jugendwehr am Sonnabend, 16. September ab 14 Uhr am Gerätehaus. Zum Erntedankgottesdienst lädt die evangelische Kirchengemeinde für Sonntag, 17. September, 10 Uhr in die Alte Schule ein. Der Förderverein Alte Schule veranstaltet am Sonntag, 24. September, einen Herbstmarkt von 13 bis 17.30 Uhr. Das Oktoberfest steigt am Freitag, 29. September ab 19 Uhr im Feuerwehrgerätehaus.

Dorothea von Dahlen

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