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Stormarn Eltern retten Kinderfest
Lokales Stormarn Eltern retten Kinderfest
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16:19 30.08.2018
Freuen sich auf das Kinderfest: v.l. Annika Dählk mit Jannik (1), Johanna Großer mit Minna (2), Westeraus Bürgermeisterin Petra Jürß, Silke Høeg, Enno (5) und Benjamin (10). Quelle: Markus Carstens
Westerau

Eigentlich ist so ein Vogelschießen bzw. Kinderfest nicht wegzudenken aus dem Kalender eines jeden Dorfes im Norden Stormarns. Doch dieses Mal hätte es fast die Gemeinde Westerau erwischt. Weil sich kein Veranstalter fand, wollte die Gemeinde das Fest bereits absagen. Bislang wurde es immer im Wechsel von Sportverein und Feuerwehren organisiert. Doch der SV Westerau hat sich mittlerweile aufgelöst – genauso wie die Freiwillige Feuerwehr Ahrensfelde. Die Ortswehr tat sich mit den Trenthorster Kameraden zusammen.

Da die Blauröcke dadurch immer noch genug mit sich selbst zu tun haben, standen sie für eine Ausrichtung diesmal nicht zur Verfügung. „Doch wenn das Kinderfest einmal ausfällt, besteht die Gefahr, dass es ganz einschläft“, sagt zum Beispiel Johanna Großer, die erst seit anderthalb Jahren im Dorf wohnt, sich aber sofort engagieren wollte. Sie ist am Samstag am Dorfgemeinschaftshaus für die Abgrenzung der Spielfelder zuständig. Das macht sie mittels einer sehr langen Wimpelkette, die wiederum ihre Mutter vor vielen Jahren ihrerzeit für ein Dorffest entworfen hat. „So ein schönes Fest muss einfach erhalten bleiben“, ergänzt Silke Høeg, die sich ebenfalls schnell zur Mitarbeit bereiterklärte.

Kinderfest

Wie alt das Kinderfest, früher Kindervogelschießen, in Westerau ist, vermag niemand zu sagen. Auf jeden Fall ist es jahrzehntelang nie ausgefallen. Bis 1973 wurde es von der Schule organisiert, die dann aufgelöst wurde. Anschließend machte es mal der Sportverein, mal die Feuerwehr, nun zum ersten Mal das Elternteam Kinderfest. „Ich hoffe, dass sich eine feste Gruppe bildet und das Fest nun auf Jahre gesichert ist“, so Bürgermeisterin Petra Jürß.

Insgesamt fand sich eine neunköpfige Gruppe, darunter nicht nur Mütter, sondern auch ein Vater und sogar ein Großvater. „Ganz besonders ist, dass es viele Zugezogene sind, die unser Kinderfest retten“, freut sich Westeraus Bürgermeisterin Petra Jürß. „Und die wiederum kommen aus allen unseren Ortsteilen.“

Viele unterschiedliche Spiele

So wie etwa Annika Dählk, die sich mit so einigen Spielideen eingebracht hat. „Es gibt Bobbycar-Rennen, einen Gokart-Parcours, Entenangeln, Schatzsuche und andere Geschicklichkeitsspiele“, sagt die Erzieherin aus dem Ortsteil Trenthorst. Jeder aus dem Team hatte am Ende eines Treffens kurz vor den Sommerferien einen spezielle Aufgabe, die inzwischen alle erledigt sind. So übernahm Bürgermeisterin Jürß den „Verwaltungskram“, meldete das Fest beim Amt an. Die Veranstaltung findet nun unter dem Dach der Gemeinde statt, so dass auch der Versicherungsschutz gewährleistet ist. „Freitag wird aufgebaut, abends sehen wir dann, was noch fehlt“, sagt Johanna Großer. „Zur Not können wir Samstagvormittag noch tätig werden.“ Man sei überrascht, was so alles zu der Organisation gehört, ergänzt Petra Jürß.

Für jede der fünf Altersgruppen zwischen 1 und 15 Jahre gibt es jeweils drei, für die ganz Kleinen zwei Spiele. Angemeldet sind fast 90 Kinder. Das ganze Dorf wird also auf den Beinen sein, wenn sich um 13.30 Uhr der Umzug ab dem Dorfgemeinschaftshaus durch Schul- und Dorfstraße in Bewegung setzt - ganz vorne der Trecker mit Musik. „Schön ist, dass viele auch ohne eigene Kinder einfach zum Gucken kommen“, sagt Petra Jürß. Und einige Mitglieder der Feuerwehr sind natürlich auch dabei, sorgen für Getränke und halten den Grill am Laufen. Bei den Feuerwehrfrauen gibt es zudem Kaffee und Kuchen. Auch die Hüpfburg und das Kinderschminken dürfen nicht fehlen. Nach der Siegerehrung - jedes Kind erhält eine Medaille - dürfen dann abends auch die Erwachsenen im Festzelt schwofen.

Markus Carstens

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