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Widerstand gegen Neubauprojekt

Bargteheide Widerstand gegen Neubauprojekt

Anlieger im Bargteheider Voßkuhlenweg, in der Raiffeisen- und in der Westpreußenstraße gegen die Bebauung eines 4000 Quadratmeter großen Grundstücks in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft.

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Ingo Suhn (l.) und Harald Büttner wehren sich gegen einen Neubau mit 40 Wohnungen in der Nachbarschaft.

Quelle: Suhn/hrf

Bargteheide. Anlieger im Bargteheider Voßkuhlenweg, in der Raiffeisen- und in der Westpreußenstraße gegen die Bebauung eines 4000 Quadratmeter großen Grundstücks in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft. Hier hat ein Investor vier nebeneinander liegende Grundstücke gekauft, um Gebäude für bis zu 40 Wohnungen zu errichten.

LN-Bild

Anlieger im Bargteheider Voßkuhlenweg, in der Raiffeisen- und in der Westpreußenstraße gegen die Bebauung eines 4000 Quadratmeter großen Grundstücks in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft.

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Das, so Ingo Suhn und Harald Büttner, passe nicht in das gewachsene Wohngebiet mit Einfamilienhäusern. Hier würden nur die Interessen des Investors, nicht aber die der Anwohner berücksichtigt. „Wir gehen davon aus, dass der Bebauungsplan bewusst auf die Interessen des Investors zugeschnitten wurde.“

Suhn und Büttner werfen Politik und Verwaltung vor, dass die Öffentlichkeit nicht rechtzeitig beteiligt wurde und dass dem Investor ungebührlich entgegen gekommen werden solle. Das Projekt werde möglichst schnell voran gebracht, Transparenz für die Bürger fehle. „In der amtlichen Bekanntmachung heißt es, von einer frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit werde abgesehen und der Bebauungsplan solle ohne Umweltverträglichkeitsprüfung im beschleunigten Verfahren aufgestellt werde“, so Büttner.

Die Bargteheider schließen daraus, dass sehr schnell vollendete Tatsachen geschaffen werden sollen. Dabei habe es in der Nachbarschaft früher einen Raiffeisenstandort gegeben, wo Landmaschinen repariert und Diesel gelagert worden sei. „Zwei der Anlieger haben bereits einen Fachanwalt eingeschaltet“, so Suhn.

Kritisch sehen die beiden auch, dass der bisherige Bebauungsplan geändert wurde. „Bisher dürfen dort 30 Prozent der Fläche bebaut werden“, so Büttner, „durch die Änderung sollen 40 Prozent überbaubar werden.“ Dazu kämen noch Pkw-Stellflächen und Zufahrten, so dass bis zu 70 Prozent des Grundstücks bebaut werden könnten. „Als Firsthöhe sind 13 Meter erlaubt, damit liegt mein Grundstück dann im Schatten“, klagt Büttner. Er habe nichts gegen eine Verdichtung in Form einer Bebauung von großen Hintergärten, aber ein dermaßen großes Bauprojekt sei nicht hinnehmbar.

„Der Bebauungsplan, um den es sich hier handelt, ist von Anfang an öffentlich beraten worden“, stellt Bargteheides Bauamtsleiter Jürgen Engfer klar. Am 1. Oktober 2015 seien Aufstellungsbericht und Planungsziele vorgestellt worden. Bei der Planung handele es sich um eine Wohnanlage mit verdichteter Wohnbebauung.

„Bei einem Grundstück dieser Größe sieht der Gesetzgeber keine Umweltverträglichkeitsprüfung vor, auch das beschleunigte Verfahren ist dann nichts Besonderes“, so Engfer. „Das Bauvorhaben hat alle Voraussetzungen dafür erfüllt und ist wiederum im Planungsausschuss in öffentlicher Sitzung beschlossen worden.“ Transparenz habe von Anfang an bestanden.

Zwar gebe es in dem Gebiet viele Einfamilienhäuser, so Engfer weiter, aber ebenso finde man wie in der Raiffeisenstraße auch mehrgeschossige Bauten. Den Vorwurf von Gefälligkeitsbeschlüssen wies Engfer entschieden von sich. „Unabhängig vom Investor haben die Ausschüsse eine städtebauliche Notwendigkeit für Wohnungsbau gesehen, ich halte die Vorwürfe für haltlos.“

Im Übrigen seien sämtliche Sitzungen öffentlich gewesen. „Vom 12. Januar bis 12. Februar waren die Pläne öffentlich ausgelegt, so dass Bürger Stellung dazu beziehen konnten“, sagt Engfer. „Wir halten ein zweigeschossiges Gebäude mit 13 Meter Firsthöhe für vertretbar.“ Im Übrigen werde der Ausschuss für Planung und Verkehr wahrscheinlich im April eine Abwägung treffen. „Die Frist ist zwar abgelaufen, aber Stellungnahmen können auch jetzt noch dazu eingereicht werden“, so Engfer. „Die Stadt berücksichtigt auch verspätet eingegangene Stellungnahmen noch.“

Von Bettina Albrod

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