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Stormarn Wie ist es schöner: Selbst gemacht oder gekauft?
Lokales Stormarn Wie ist es schöner: Selbst gemacht oder gekauft?
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10:37 29.11.2016
Friedrich Marquardt wünscht sich den Star Wars-Adventskalender – seiner Mutter ist das gute Stück mit knapp 30 Euro allerdings zu teuer. Da nützt auch das herzerwärmende Zahnlückenlächeln des Fünfjährigen nichts. Quelle: Dorothea Baumm
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Bad Oldesloe/Mölln/Bad Segeberg

Gibt es eigentlich noch diese ganz einfachen Adventskalender? Die, bei denen hinter dem Türchen schlicht und einfach ein Bild zu sehen ist? Fest steht: Wenn es sie noch gäbe, Friedrich würden sie nicht interessieren. Der Fünfjährige hat es sich mitten im Eingangsbereich des Supermarktes bequem gemacht, vor sich das Objekt seiner Begierde. Ein dickes Ding ist das, der Star-Wars-Adventskalender, stolze 29,90 Euro soll er kosten. Mutter Lena Bode ist das zu teuer. „Dann bringt der Weihnachtsmann ein Geschenk weniger“, erklärt sie ihrem Sohn.

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Die einen mögen es üppig, die anderen einfach und übersichtlich: Die Wahl des Adventskalenders ist keine leichte. Wir konnten mit ein paar Menschen reden und sie fragen: Was macht aus ihrer Sicht den perfekten Adventskalender aus und was muss hinter den 24 Türchen stecken?

Ob nun Bilder, Schoki, Lose oder Spielfiguren: Wer einen Adventskalender verschenken möchte, muss sich sputen. Am vorweihnachtlichen Rummel scheiden sich die Geister. Die einen finden’s toll, den anderen geht es gegen den Strich. „Es gibt tatsächlich Leute, die Weihnachtsfeste veranstalten. Ist das komisch!“: Das hat Gustave Flaubert gesagt. Der französische Autor war also eher kein Weihnachtsfan. Ganz anders Mareike Hinrichs. „Ich liebe Weihnachten und alles drumherum. Mein Mann und ich haben meistens einen gemeinsamen Kalender, dieses Jahr jedoch auch jeder noch einen kleinen Schokokalender, den wir von der Schwiegermutti geschenkt bekommen haben. Der gemeinsame ist von meiner Uroma, sie hat ihn selbst genäht und bestickt. Ich liebe diesen Kalender, da er nicht nur ein Stück Familiengeschichte ist, sondern auch eine tolle Kindheitserinnerung“, schwärmt die Soldatin aus Klein Barnitz.

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Die kleine Carlotta ist von den vielen knallbunten Kalendern fasziniert – auf die Zweieinhalbjährige wartet ein ganz normaler Schokoladenkalender.

Im „Futterhaus“ in Bad Segeberg sind Adventskalender fürs Haustier derzeit der Renner. Zoofachverkäuferin Silke Schwiontek betont, dass die Füllung artgerecht sei. „Die Tiere lieben das – mein eigener Hund weiß genau, dass der Kalender für ihn ist und sitzt sabbernd davor.“

Bewährte Tradition

Der erste selbstgebastelte Adventskalender stammt vermutlich aus dem Jahr 1851. Zunächst waren es wohl protestantische Familien, die nach und nach 24 Bilder an die Wand hängten, oder, noch einfacher, 24 Kreidestriche an die Wand oder Tür malten, von denen die Kinder täglich einen wegwischen durften. In katholischen Haushalten wurden hingegen Strohhalme in eine Krippe gelegt, jeden Tag einer, bis zum Heiligen Abend. Weiter gab es eine Weihnachtsuhr oder eine Adventskerze. Quelle: Wikipedia

Dorothea Baumm

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