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Stormarn Wilde Verfolgungsfahrt auf der A1 - mit 170 durch die Baustelle
Lokales Stormarn Wilde Verfolgungsfahrt auf der A1 - mit 170 durch die Baustelle
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15:09 23.06.2016
Der 24-Jährige raste mit 110 Stundenkilometern über dem Limit durch eine Baustelle und ließ sich zunächst auch von den Stopsticks der Polizei nicht aufhalten.
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Bad Oldesloe

Bei der Polizei ging gegen 22.20 Uhr am Mittwoch der Hinweis ein, dass es an der Raststätte Buddikate zu einem Tankbetrug gekommen sei. Der Tatverdächtige habe sich in einem alten grünen VW Golf mit Duisburger Kennzeichen auf die Autobahn 1 in Richtung Fehmarn abgesetzt.

Kurze Zeit später entdeckten Beamte der Autobahnpolizei Bad Oldesloe das flüchtige Fahrzeug an der Anschlussstelle Bad Oldesloe und nahmen die Verfolgung auf, wie die Polizei mitteilte. Der Fahrzeugführer des Golf habe sämtliche Anhaltesignale missachtet und seine Fahrt mit hoher Geschwindigkeit auf der A 1 in Richtung Norden fortgesetzt.

Zwischenzeitlich stellte sich heraus, dass das Fahrzeug als gestohlen gemeldet war. "Diverse Kräfte wurden nun an der A 1 zusammengezogen", sagte ein Polizeisprecher. "Der Flüchtige zeigte eine rücksichtslose Fahrweise, passierte unter anderem den Baustellenbereich (ausgeschildert: 60 km/h) mit etwa 170 km/h."

In Höhe der Anschlussstelle Scharbeutz richteten Beamte der Autobahnpolizei Scharbeutz eine Sperrung mit einer Durchfahrgasse ein. Beim Passieren des Fahrzeuges kam der Stop-Stick zum Einsatz, der für einen Luftverlust der vorderen Reifen sorgte. Obwohl das Fahrzeug nun auf den Felgen geführt wurde, setzte der Fahrer seine Flucht mit nur geringfügig verminderter Geschwindigkeit (etwa 120 km/h) fort. "Ein Abdrängen oder Ausbremsen des Fahrzeugs kam bei den gefahrenen Geschwindigkeiten zu diesem Zeitpunkt aufgrund des hohen Gefährdungspotentials nicht in Betracht", so der Sprecher.

So sieht es aus, wenn Stopsticks eingesetzt werden:

Am Übergang der A1 auf die Bundesstraße 207 richteten Beamte des Polizeirevieres Heiligenhafen eine weitere Sperre mit einem Stop-Stick ein. Auch diese Sperre passierte der Flüchtige, dessen Pkw mittlerweile mit zirka 110 km/h auf den Bremsscheiben fuhr.

Beim Erreichen der Insel Fehmarn gelang es Beamten des Polizeireviers Neustadt, das Fahrzeug in die Schutzplanke zu drängen und es gegen 23.10 Uhr zum Stehen zu bringen. Der Fahrer wurde vorläufig festgenommen und leistete dabei Widerstand. "Er wurde beim Zugriff durch den Biss eines Diensthundes leicht verletzt", so der Sprecher.

Bei der zirka 45-minütigen Flucht wurden drei Polizeibeamte leicht verletzt, es wurden Funkstreifenwagen beschädigt und unbeteiligte Verkehrsteilnehmer gefährdet sowie Fahrzeuge Unbeteiligter beschädigt. Zum entstandenen Sachschaden seien allerdings noch keine konkreten Angaben möglich.

Diensthund Antonia aus Bad Oldesloe war bei der Verfolgungsjagd dabei. Foto: jeb

Verkehrsteilnehmer, die im Zusammenhang dieser Straftaten gefährdet oder geschädigt worden sind oder die den Tankbetrug an der Autobahnraststätte Buddikate beobachtet haben, werden gebeten, sich unter 04531-1706-0 mit dem Autobahnrevier Bad Oldesloe in Verbindung zu setzen.

Den ersten Ermittlungen der Polizei zufolge handelte es sich bei dem Vorläufig Festgenommenen um einen 24-jährigen Mann mit französischer Staatsbürgerschaft. Er war leicht alkoholisiert (0,11Promille), Anhaltspunkte für einen Rauschmitteleinfluss konnten nicht gewonnen werden.

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