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Stormarn Wirtschaft freut sich auf die Migranten
Lokales Stormarn Wirtschaft freut sich auf die Migranten
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19:38 17.06.2016
Stellten die neuen Umfrageergebnisse des VSW vor: Michael Voigt, Nicole Marquardsen, Oliver Franke. Quelle: B. Albrod

Befragt wurden die 351 Mitgliedsunternehmen des VSW aus Stormarn, dem Kreis Herzogtum Lauenburg, Norderstedt und Hamburg, mitgemacht hat rund ein Drittel.

351 Mitgliedsfirmen

Der VSW ist ein überfachlicher Unternehmensverband mit 351 Mitgliedsfirmen, die etwa 30000 Mitarbeiter beschäftigen. Zu den Mitgliedern zählen Unternehmen aller Wirtschaftszweige, Branchen und Größenordnungen. Sie sind im gesamten Bundesgebiet ansässig, schwerpunktmäßig in Südholstein und Hamburg. Der Verband bietet seinen Mitgliedern rechtliche Beratung, Fortbildungen sowie Öffentlichkeitsarbeit an.

• Internet: www.vsw.eu

„Die wirtschaftliche Situation vieler Unternehmen in Südholstein hat sich gegenüber dem Vorjahr nochmals verbessert“, erklärte der Verbandsvorsitzende Michael Voigt am Donnerstag. „Fast 50 Prozent bezeichnen ihre gegenwärtige wirtschaftliche Situation im Vergleich zum Vorjahr als besser.“ Auch für das kommende Halbjahr gebe es gute Erwartungen. „2016 war bisher konjunkturell ein sehr gutes Jahr.“

Wachstumshemmnis sei nicht die Auftragslage, ergänzte der stellvertretende Vorsitzende Oliver Franke, sondern der Fachkräftemangel. „Es gibt in Hamburg keine Elektriker mehr“, erklärte er. „Problem des Mittelstandes ist es, im War of Talent mit den großen Unternehmen geeignete Mitarbeiter zu finden.“ Insbesondere in technischen Berufen seien keine Mitarbeiter mehr zu bekommen. Lösung des Problems ist für die Unternehmen die Beschäftigung von Migranten. „Bei den Unternehmen besteht eine hohe Bereitschaft zur Einstellung von Migranten“, so Voigt, „20 Prozent der Unternehmen beschäftigen bereits Migranten aus Syrien, Afghanistan oder Irak.“

Problem sei, dass die Anerkennung der Zuwanderer so lange dauere, erklärte Geschäftsführerin Nicole Marquardsen. „43 Prozent der Unternehmen sehen eine langfristige Bleibeperspektive als eine wesentliche Anforderung.“ Dazu komme als Hauptvoraussetzung die Sprache. In Reinbek gebe es bereits ein Unternehmen mit eigener Sprachschule, in der 200 Schüler Deutsch lernten. Der VSW bietet seinen Mitgliedern zudem Seminare zur Beschäftigung von Zuwanderern an. „Migration wird ein Erfolg sein“, bekräftigte Voigt.

Auch bei den Anforderungen an Auszubildende hat sich die Wirtschaft bewegt. „Wir gehen in den Anforderungen an den Schulabschluss einen Schritt runter“, sagte Voigt. „Wir müssen dann viel nacharbeiten, aber es sind auch viele praktisch Begabte dabei.“ Im Einzugsbereich des Verbandes herrsche praktisch Vollbeschäftigung. 33 Prozent der Unternehmen hätten ihre Mitarbeiterzahl gesteigert, 48 Prozent hätten das auch für die zweite Jahreshälfte vor.

„Die gute Lage stagniert auf hohem Niveau, ein Absinken ist nicht erkennbar. 86 Prozent der Unternehmen gaben an, dass ihre Auftragslage gegenüber dem Vorjahr besser oder gleich gut ist.“ Das belege auch der neue Zukunftsatlas des Handelsblatts, der Stormarn im Ranking eine Stufe aufgewertet habe.

 Bettina Albrod

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