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Stormarn Hafencity für Lauenburg?
Lokales Stormarn Hafencity für Lauenburg?
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10:57 29.11.2018
"Wir beschäftigen uns viel mit Förderanträgen. Das braucht Zeit", so Bürgermeister Andreas Thiede in der Stadtvertretersitzung am Mittwoch. Quelle: Silke Geercken
Lauenburg

Kommt jetzt die Hafencity Lauenburg? Erste Schritte sind in der Sitzung der Stadtvertretung am Mittwoch erfolgt. Einstimmig wurde beschlossen, Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ zu beantragen. Sie sollen in ein Werft- und Hafen-Quartier fließen. Die Gesamtprojektmittel betragen rund 19 Millionen Euro.

950.000 Euro Eigenanteil für Lauenburg

Die Summe klingt hoch, aber wenn es mit der Förderung klappt, kämen auf Lauenburg rund 950.000 Euro zu. Das sind zehn Prozent der förderfähigen Kosten in Höhe von 9,5 Millionen Euro. Die restlichen zehn Millionen Euro sollen über den Verkauf von Wohnungen und Gewerbeflächen eingeholt werden. Eine große Herausforderung. „Wir wollen Flächen entwickeln, die heute noch als Werftnutzung etabliert sind“, sagte Amtsleiter Reinhard Nieberg. Es sei spannend, ob der Spagat zwischen Wohnen, individueller Nutzung und wasserbezogenen Gewerbeeinrichtungen gelinge. „Wir wissen noch nicht, wohin die Reise geht, wollen aber den Zuschussgeber überzeugen“, so Nieberg.

Eile war geboten, denn die Ideenskizze musste bis zum 30. November eingereicht sein. Damit bewirbt sich die Stadt Lauenburg zunächst um die Option, einen Antrag stellen zu dürfen. Ob es überhaupt dazu kommen wird, liegt an der Förderempfehlung einer Expertenjury, die für Februar 2019 erwartet wird.

Hitzler-Werft wird eingebunden

Worum geht es? Hintergrund sind Überlegungen, ein neues Gebäude für das Elbschifffahrtsarchiv zu finden sowie mehr oder weniger genutzte Areale der Hitzler-Werft einer neuen Nutzung zuzuführen. Dieses Thema war auch immer wieder bei den Gesprächen zur Hochwasserschutzplanung aufgetaucht. Weder Wasserbehörde noch Denkmalschutz hatten eine wohnliche Nutzung an der Elbe in Höhe Hitzler-Werft abgelehnt. Vorrangiges Ziel sei, den Werftbetrieb dauerhaft zu sichern und nicht durch eine bauliche Nutzung zu gefährden, andererseits aber auch ungenutzte Flächen und Gebäude neu zu beleben. Mit einem integrativen Stadtentwicklungskonzept (industrielle Arbeit, Wohnen, Dienstleistungen, Archivarbeit) soll ein einzigartiges Quartier mit nationalem Vorbildcharakter geschaffen werden. Aus Sicht der Verwaltung scheint das Projekt geeignet, für das oben genannte Bundesprogramm angemeldet zu werden. Dazu bedurfte es der Zustimmung der Stadtvertretung, die nun einstimmig erfolgte.

Bürgermeister Andreas Thiede hatte zuvor angemerkt, das die städtischen Mitarbeiter sich sehr viel mit Förderanträgen beschäftigten und mit ihren Kapazitäten teilweise am Limit seien. „Förderanträge brauchen viel Zeit. Der Teufel steckt oft im Detail. Die Mitarbeiter stolpern oft über eigene Vorschriften“, sagte Thiede. Die Aufgaben der Verwaltung hätten permanent zugenommen. Jüngstes Beispiel seien die neuen Hallen- und Parkgebühren, die weitere Kräfte binden würden.

Zitat: „Die Mitarbeiter stolpern oft über eigene Vorschriften.“ Andreas Thiede, Bürgermeister

Silke Geercken

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