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Stormarn Wohnprojekt „Bornink“ soll Lebenssituationen verbinden
Lokales Stormarn Wohnprojekt „Bornink“ soll Lebenssituationen verbinden
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18:32 08.04.2017
Am Bornberg in Bargteheide soll mit dem Projekt „Bornink“ ein Quartier entstehen, das Lebensformen verbindet. Quelle: Foto: M.giese

In Bargteheide soll ein Dorf mitten in der Stadt entstehen: Das Quartier-Projekt „Bornink“ am Bornberg will innerhalb eines Radius von zwei Kilometern Einfamilienhäuser, inklusives Wohnen, generationenübergreifendes Wohnen, barrierefreies Wohnen und bezahlbaren Wohnraum mit einem sozialen Netzwerk nebst Nachbarschaftshilfe verbinden. Miteinander mache die Stärke einer Gemeinschaft aus, heißt es in der Beschreibung des Projekts, in dessen Mitte der „Treffpunkt Bauernhaus“ liegt. Hier leben zwölf Menschen mit Pflegebedarf, die von den Stormarner Wegen, einer Einrichtung der Behindertenhilfe, betreut werden.

Erst muss das Problem der Zuwegung gelöst werden – Anlieger fürchten Lärm.

„Im Quartier soll ein Querschnitt der Gesellschaft einziehen“, erklärt Magdalena Schwering, Einrichtungsleiterin der Stormarner Wege. „Alleinerziehende, Menschen mit Migrationshintergrund, Familien, Menschen mit Behinderung oder Menschen mit wenig Geld, sie alle sollen in dem Gelände, auf dem 160 neue Wohneinheiten gebaut werden, zusammen leben.“ 40 Prozent der Neubauten seien als sozialer Wohnungsbau geplant. Nachbarschaft, gegenseitige Hilfe, Miteinander und Netzwerke sollen den Wohnwert im Quartier „Bornink“ ausmachen. Dafür wird die Stelle eines Quartiermanagers als „Kümmerer“

eingerichtet, der oder die alle Angebote der Riesen-WG koordinieren soll. „Ein Institut ermittelt derzeit den Bedarf“, sagt Magdalena Schwering. Geplant wird seit zwei Jahren, los geht es, sobald Bargteheide das Problem der Zuwegung gelöst hat – hier fürchten Anlieger der Sackgasse Lohe den Lärm durch das Verkehrsaufkommen.

Magdalena Schwering hatte jetzt zu einer Quartiers-Werkstatt ins Ganztagszentrum geladen, denn auch die Bürger dürfen mitreden und ihre Wünsche an das Wohnquartier einbringen. Zuvor stellte Pia Klappert die Grundzüge einer generationengerechten Quartierentwicklung vor. „Am Anfang steht eine Sozialraumanalyse“, erklärt sie, „gefragt wird, was für den Stadtteil benötigt wird.“ Ziel sei ein sozialer Nahraum, mit dem sich die Bewohner identifizieren könnten. Erste Umfragen hätten ergeben, dass innerhalb des Quartiers alle Angebote zu Fuß erreichbar sein sollten. „Menschen wollen auch im Alter in ihren Wohnungen bleiben“, sagt Pia Klappert, „sie wünschen sich gute Nachbarschaft, Teilhabe, öffentlichen Personennahverkehr, Angebote für Kinder und Jugendliche, Begegnungsmöglichkeiten, Gaststätten, Sitzgelegenheiten und öffentliche Toiletten.“ Denkbar sei auch ein Privatfahrdienst, der Bewohner nach Bedarf in Fahrgemeinschaften mitnehme. „Auch ein Beratungsangebot ist gewünscht.“

Der Investor steht seit zwei Jahren bereit, nun bleibt abzuwarten, wie der Bargteheider Ausschuss für Planung und Verkehr am 27. April entscheidet. Dort sollen verschiedene Möglichkeiten der Zuwegung vorgestellt werden, die das Gebiet erschließen, ohne die Lärmbelästigung für die Anlieger zu erhöhen.

Bettina Albrod

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