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Zirkus Knie kommt, aber ohne Elefanten

Bad Oldesloe Zirkus Knie kommt, aber ohne Elefanten

Starartisten, große und kleine Tiere, Musik, Theater, Show - am Sonnabend und Sonntag ist Zirkus Charles Knie auf dem Exer in Bad Oldesloe zu Gast und präsentiert das komplett neue Programm „Euphorie“.

„Kamele sind neugierig und verfressen“, sagt Marek Jama lachend. Der Tierlehrer vereint die unterschiedlichsten Tierarten in der Manege.

Quelle: Bma

Bad Oldelsoe. „Wir haben die ganze Vorstellung auf modern umgestellt – mit Lichttechnik, Show, Ballett und Musical. Es ist ein Zirkus im besten Sinn. Aber es wird nicht mehr eine Nummer nach der anderen geben, sondern ein Non-Stop-Programm, das die Zuschauer mitreißen und begeistern wird“, sagt Marek Jama. „Die Stormarner werden sich keine Sekunde langweilen“, verspricht der 40-Jährige. Einer der Höhepunkte wird die Handstandartistik der „Messoudi“-Brüder aus Australien sein. „Das ist eine Hochleistungsnummer, die die Vier präsentieren. Unglaublich, dass Menschen so etwas können“, meint Jama, der als Artist angefangen hat und mit seiner Tiershow jetzt sogar zum berühmten Zirkusfestival von Monte Carlo eingeladen ist.

 

LN-Bild

Marek Jama mit den Zebras „Uganda“ und „Kenia“.

Quelle:
LN-Bild

Alexandru, Andrei und Ion (v.l.) bereiten Heu für die Pferde.

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Zudem dürfen sich die Zuschauer auf die sechsköpfige Flugtrapez-Truppe „Flying Wulber“ freuen – mit ihrem legendären dreifachen Salto-Mortale. Auch ein Clown sorgt für Unterhaltung. Es ist der portugiesische Entertainer Cesar Dias, dessen musikalische Einlagen für allerlei Überraschungen sorgen.

Vor acht Jahren gastierte Charles Knie zuletzt in der Kreisstadt. Damals noch mit Elefanten, Löwen und Tigern. „Raubtiere und Elefanten haben wir diesmal nicht dabei“, berichtet Jama. Dafür gebe es jetzt eine neue Nummer mit den patagonischen Seelöwen der Familie Pedersen. „Die haben ,Flavio’ und ,Flappi’ mitgebracht, das sind echt lustige Tiere. Die klatschen sich auf den Po, geben sich Küsschen oder balancieren auf Gegenständen“, so der Tierlehrer. Dabei seien die Seelöwen nicht gerade zierlich. „Einer bringt fast 300 Kilo auf die Waage.“

Daneben seien fünf Kamele bei der Show dabei, zwei Kängurus, sechs exotische Rinder, sieben Lamas und 20 Pferde. „Außerdem studiere ich gerade eine Nummer mit vier Zebras ein. Zwei Zebras, „Uganda“

und „Kenia“, sind erst vor kurzem dazu gekommen. Wenn das Training gut klappt, haben die beiden hier in Bad Oldesloe vielleicht ihre Premiere.“

Immer wieder wurde Zirkus Charles Knie in der Vergangenheit von Peta wegen Dressur, Haltung und Transport von Tieren kritisiert. Die Tierrechtsorganisation sieht jetzt wegen des Verzichts auf Elefanten und Raubkatzen erste Anzeichen des Umdenkens bei der Direktion des Zirkus. „Da müssen wir Peta leider enttäuschen. Tiere, insbesondere Elefanten und Raubkatzen, sind Bestandteil des klassischen Zirkus“, meint dazu Tierlehrer Jama. In dieser Saison seien konzeptionelle Überlegungen der Grund für den Verzicht auf Elefanten und Raubkatzen. „Wir schließen aber für die Zukunft nicht aus, wieder derartige Nummern zu zeigen.“

Grundsätzlich sei der Zirkus die am meisten kontrollierte Tierhaltungseinrichtung Deutschlands. „Kein Landwirt wird so oft überprüft wie wir. Allein 2015 wurden wir 46 Mal kontrolliert, und es wurde nicht ein einziger Mangel festgestellt“, sagt Marek Jama. Zirkus Knie müsse und wolle sich an die geltenden Leitlinien halten.

Nicht eines der Tiere aus dem Zirkus Charles Knie sei in freier Wildbahn gefangen worden. „Die Tiere wurden gezüchtet in Zoos und in Parks, sie kennen die Wildnis gar nicht. Sie sind Menschen gewöhnt, sind zutraulich und anhänglich.“

Dem Zirkus gehe es nicht darum, dass die Tiere Leistung zeigten. „Hier muss kein Kanguru einen Salto machen. Dass die Tiere zu mir eine Beziehung aufbauen, das ist wichtig. Ich beobachte sie sehr genau, kenne ihren Charakter und weiß, wo ihre Stärken und Schwächen liegen. Daran orientiere ich mich.“ Kamele seien zum Beispiel sehr gelehrig, weil sie neugierig und verfressen seien. Mit Zebras müsse man sehr ruhig umgehen und viel Geduld mitbringen. „Die Tiere haben es sehr gut bei uns. Sie haben viel Abwechslung, und sie langweilen sich nicht. Das ist gut für sie.“ Und natürlich ließe man ihnen auch viel Zeit für Erholung.

40 Karten zu gewinnen

Heute und morgen gastiert der Zirkus Knie auf dem Exer in Bad Oldesloe. Vorstellungen sind um 16 und 19.30 Uhr sowie am Sonntag um 11 und 16 Uhr. Morgen um 11 Uhr ist die große Familienvorstellung – für zehn Euro auf allen Plätzen (Loge 15 Euro). Karten gibt es bei allen bekannten Vorverkaufsstellen oder unter Telefon 0171/94 624 56.

Die LN verlosen 10 x 4 Tickets für die Vorstellung heute um 19.30. Wenn Sie gewinnen möchten, schicken Sie bis 13 Uhr eine Mail mit Namen, Adresse und Telefonnummer an verlosungen@ ln-luebeck.de. Bis 14 Uhr werden die Gewinner per Mail benachrichtigt. Die Karten liegen an der Abendkasse bereit.

Peta: Jetzt auch Zebras, Kängurus und Seelöwen in Rente schicken

Zirkus Charles Knie ohne Elefanten und Tiger in Bad Oldesloe – die Tierrechtsorganisation Peta sieht erste Anzeichen für Umdenken und fordert Unternehmen auf, verbleibende Wildtiere in Rente zu schicken. „Die Entscheidung des Zirkus Charles Knie, den Elefanten und Großkatzen die stressige Tournee zu ersparen, war richtig. Doch jetzt sollte das Management zukunftsorientiert handeln und die Seelöwen, Zebras und Kängurus in Rente schicken“, so Peter Höffken, Fachreferent für Tiere in der Unterhaltungsbranche bei Peta. Seelöwen, Zebras und Kängurus seien Wildtiere mit hohen Ansprüchen an ihren Lebensraum, die in einem reisenden Zirkus nicht erfüllt werden können. In der Natur tauchten Kalifornische Seelöwen bis zu 100 Meter tief und erreichen dabei Geschwindigkeiten bis zu 30 Stundenkilometern. In Zirkusbetrieben würden sie in kleinen Becken und nachts in Käfigwagen gehalten, kritisiert die Organisation.

 Britta Matzen

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