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Stormarn Zirkus macht Grundschüler superstark
Lokales Stormarn Zirkus macht Grundschüler superstark
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13:28 18.02.2016
Arm in Arm: „Supertalent“ Dorothe (l.) und Linda auf ihren Einrädern.
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Hamberge

„Das grenzt an eine Sensation“, freut sich Clown Mücke alias Jens Ewald.

Manege frei

Morgen, 19. Februar, treten die 80 Grundschüler von 16 Uhr an in der Sporthalle Hamberge am Buurredder 4 in die Manege und präsentieren ihr Programm.

• Informationen im Internet: www.clown-muecke.de

Der Zirkuspädagoge aus dem Kreis Pinneberg betreut eine Woche lang die Jungen und Mädchen der ersten bis vierten Klassen. Sie üben das Jonglieren, große und kleine Pyramiden zu bauen, Speed Stacking (schnelles Stapeln von Bechern), Waveboarden, auf Bällen zu balancieren — und eben Einrad zu fahren. Ein toller Motivator ist Clown Mücke, der aus den 80 Kindern dieser Tage ungeahnte Fähigkeiten hervorzaubert.

„Sie sind alle mit Spaß und Freude dabei“, sagt Ewald und lobt die „funktionierende Inklusion“ in Hamberge. „Hier gibt es durchaus auch schwierige Kinder. Aber sie werden nicht ausgegrenzt. Keiner steht herum, sie sind total integriert.“ Wer morgen, zur großen Aufführung in der Sporthalle, welche Nummer präsentiert, hat jeder selbst entschieden. „Ich arbeite nach dem Partizipationsprinzip“, sagt Ewald. „Wichtig ist nur, dass wirklich jedes Kind etwas aufführt.“

Morten weiß bereits ganz genau, wie er in Erscheinung treten wird. „Ich bin der Zirkusdirektor“, sagt der Neunjährige. Er wird also durch das bunte Programm führen. „Jens sagt mir, wer als nächstes dran ist und ich rede dann frei Schnauze“, sagt der Viertklässler selbstbewusst. „Supertalent“ Dorothe wird mit ihrer Freundin Linda (10) ihr Können auf dem Einrad präsentieren. Bella, die Erstklässlerin, beherrscht eine Balance-Übung auf dem großen Ball. Sie fängt gekonnt Tücher auf, die ihr Katrin Marquardt zuwirft. „Ich kann dabei bloß nicht lachen“, sagt die Siebenjährige hochkonzentriert.

Grundschullehrerin Imke Maempel ist derweil erstaunt, was ihre Schützlinge ganz freiwillig und ohne Druck alles leisten können. Sie hat das Zirkus-Projekt organisiert und ist vollauf zufrieden. „Es ist eine tolle Möglichkeit für die Kinder, sich abseits des herkömmlichen Unterrichts auszuprobieren“, sagt die Pädagogin. „Sie entdecken neue Talente an sich und das fördert das Selbstbewusstsein.“

Plötzlich seien Schüler, die vorher eher leise waren, laut und mittendrin.

Das gesamte Kollegium und viele Eltern greifen Clown Mücke hilfreich unter die Arme. Sie werfen Tücher und Bälle, halten Händchen beim Einradfahren, machen Fotos oder sorgen für die richtige

Verpflegung der Zirkuskinder. 20 Euro hat jedes Kind für die Projektwoche bezahlt. Den Rest hat der engagierte Förderverein der Schule übernommen.

Verena Bosslet

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