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Stormarn Zum Jubiläum: Fulminante Feier auf der Brücke
Lokales Stormarn Zum Jubiläum: Fulminante Feier auf der Brücke
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22:55 09.08.2018
Travenbrücks Bürgermeister Reinhold Pareike und seine Stellvertreter Dieter Borcherding und Michael Steenthoff (v. l.)  laden ein. Quelle: Foto:von Dahlen
Travenbrück

Hurraschreie waren wohl in Anbetracht der Gebietsreform, die am 1. Januar 1978 wirksam wurde, weder in Tralau noch in Travenberg zu vernehmen. „Das Ganze wurde damals sehr skeptisch betrachtet, aber ohne, dass viel darüber diskutiert wurde“, erzählt Bürgermeister Reinhold Pareike. Die Bürger hätten sich mit der ganz neu konzipierten Gemeinde schlichtweg nicht identifizieren können. Schließlich erstrecke sich das Gebiet von Travenbrück über 27 Quadratkilometer und mittendurch verlaufe die A 21 als menschengemachte und die Trave als natürliche Grenze. Allein das habe nicht gerade dazu geführt, dass die Gemeinde eine Einheit bildete und sich die Menschen einander näherkamen.

Programm am 18. August

14 Uhr Festbeginn mit Ansprachen auf der Brücke

14.30 Uhr Ökumenischer Gottesdienst

15 Uhr Kuchentafel mit Vortrag der Kreisarchivarin

16 Uhr „Tischfußball“-Turnier

18 Uhr Siegerehrung, Kinderdisko

20 Uhr Tanz mit DJ Kojak

Und da die Einwohner der beiden „Altgemeinden“ immer noch ein wenig fremdeln, beschlossen die Gemeindevertreter jetzt, das Jubiläum für eine Kennlernparty im weitesten Sinne zu nutzen. Vor drei Monaten trat ein Komitee zusammen, das sich die Organisation des großen Festes auf die Fahnen geschrieben hatte.

Zum Austragungsort der mit vielen Überraschungen gespickten Veranstaltung ist nicht ohne Grund die Nütschauer Brücke auserkoren worden. Vor der Fusion lag war die Querung dies- und jenseits der Trave als Totalbaustelle unpassierbar. Das sollte sich anschließend ändern. „Im   Volksmund heißt sie deshalb auch Friedensbrücke“, sagt Komiteechef Michael Steenthoff.

Und genau an dieser Stelle treten die Festredner am Sonnabend, 18. August, ab 14 Uhr zusammen, um das Ereignis vor 40 Jahren zu würdigen. Sprechen wird nicht nur Bürgermeister Reinhold Pareike, sondern auch Kreispräsident Hans-Werner Harmuth in Vertretung des Landrats. Anschließend reichen sich evangelische und katholische Kirche die Hand für einen ökumenischen Gottesdienst. Pfarrer Diethelm Schark aus Bad Oldesloe und Prior Johannes Tebbe vom Benediktinerkloster Nütschau gestalten die Andacht auf der Brücke gemeinsam.

Bereits am Abend zuvor sollen auf der Festwiese hinter der Brücke in Richtung Schlamersdorf die Festzelte aufgestellt werden, in denen es Tags darauf am Nachmittag Kaffee und Kuchen geben soll. „Die Brücke ist deshalb von Freitag, 17. August, 18 Uhr bis zum Sonntag, 19. August, 14 Uhr komplett gesperrt“, kündigt Michael Steenthoff an.

Ihm zufolge konnte auch eine Mitarbeiterin des Stormarner Kreisarchivs gewonnen werden. Sie hält während der Kaffeestunde im Festzelt einen Vortrag über die Geschichte der Gemeinde mit all ihren Ortsteilen und hat laut Steenthofft versprochen, in diesem Zusammenhang Fotos und Dokumente zu zeigen, die bis dato noch nie veröffentlicht wurden.

So richtig ab geht die Post bei einem Fußballturnier der ganz besonderen Art. Gespielt wird nämlich nicht einfach auf der Wiese, sondern in einem aufblasbaren, überdimensionalen Tischfußball-Feld.

Wie ihre Miniatur-Vorbilder sind auch die lebenden Spieler beim Jubiläumsfest auf der Rückseite ihres Trikots an Stangen befestigt und müssen zeitgleich zur einen oder anderen Seite springen, um den Ball zu treten oder abzuwehren. „Das wird eine richtige Gaudi“, freut sich Steenthoff schon jetzt. Die Teams rekrutieren sich ihmzufolge nicht nur aus den einzelnen Ortsteilen. Mit einer eigenen Mannschaft werden auch die Klosterbrüder aus Nütschau um den Pokal kämpfen.

Damit sich auch die Lütten austoben können, steigt ab 18 Uhr eine Kinderdisko. Die Erwachsenen müssen sich bis 20 Uhr gedulden. „DJ Kojak hat uns eine heiße Party versprochen“, sagt Steenthoff.

Und wie er betont, sollen dieses Mal auch die Feuerwehrleute aus den drei freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde endlich einmal unbesorgt mitfeiern können. „Sie haben schon einen großen Anteil bei der Festvorbereitung, weil sie uns die Zelte aufschlagen und die Wasserversorgung sicherstellen. Damit sie das Fest genießen können, haben wir einen Gewerbebetrieb mit der Gastronomie und dem Catering betraut“, erläutert der Komitee-Chef.

Dorothea von Dahlen

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