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Stormarn Zwei Höfe bringen Kindern die Landwirtschaft näher
Lokales Stormarn Zwei Höfe bringen Kindern die Landwirtschaft näher
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20:18 16.08.2016
„Wir wollen den jungen Leuten zeigen, wie Landwirtschaft tatsächlich funktioniert“, sagen Petra und Henning Hochstein. Und im Moment funktioniert sie für die Bauern auch in Klein Wesenberg schlecht.

Schon seit Anfang der 1990er Jahre engagierte sich die Landwirtschaftskammer Schleswig- Holstein in einem Projekt, um dem Verbraucher die Landwirtschaft näher zu bringen. Bauernhöfe wurden vor allem für Schulklassen geöffnet, um Kindern und Jugendlichen die Landwirtschaft und die Produktion der Nahrungsmittel zu erklären. 150 Höfe landesweit engagieren sich mittlerweile. Der Bauernhof ist zum außerschulischen Lernort geworden – und Klein Wesenberg hat gleich zwei davon.

Der Hof Hochstein am äußersten Rand des Ortes in der Hauptstraße und Bines Bauernhof in der Straße Paß Up. „Wir wollen den Kindern die Wahrheit über den Bauernhof zeigen“, sagt Henning Hochstein, dessen Ehefrau Petra sich in erster Linie in diesem Projekt engagiert. Sie zeigt den Schulklassen von Lübeck bis Bad Oldesloe, wo die Milch herkommt und wie die Milchkühe und Schweine auf Hof Hochstein leben. „Und hinterher“, sagt der Landwirt, der nebenher bereits seit drei oder vier Wahlperioden als stellvertretender Bürgermeister wirkt, „gibt es für unsere Besucher ein Frühstück.“

Ähnlich freut sich Sabine Möller über die jungen Besucher. „Besonders durch die Nähe und den Umgang mit unseren Tieren lernen die Kinder Verantwortung für andere Lebewesen zu übernehmen und Zusammenhänge zu erkennen. Drei Programme bietet sie an: „Rund um die Kuh“, „die Kartoffel“ und „alles über Getreide“ heißen die. Es wird gespielt gebastelt und gekocht. „Wir regen die Kinder dazu an, dass die Natur mit ihren Bäumen, Pflanzen, Steinhaufen und Bächen wieder die Spiele und Träume der Kinder nährt und zur Grundlage ihrer Phantasie und Kreativität wird.“

Doch zurzeit haben die Landwirte einige Sorgen. „Jetzt geht es nur noch ums Überleben“, sagt Bauer Hochstein vor allem angesichts der gefallenen Milchpreise und einer mageren Ernte. Während sie bei der Gerste noch vergleichsweise akzeptabel war, sei der Raps in diesem Jahr „eine arge Enttäuschung“. Zum Glück betreibt er nicht nur Ackerbau, sondern hat neben den Milchkühen auch 700 Schweine. Und bei denen, sagt er, gestalteten sich die Preise derzeit „etwas freundlicher“.

LN

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