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Stormarn Zwei engagierte Bürgermeister brachten Hoisdorf nach vorn
Lokales Stormarn Zwei engagierte Bürgermeister brachten Hoisdorf nach vorn
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18:21 01.11.2013

Dieter Schippmann ist ein Bürgermeister, auf den seine Gemeinde bauen kann: Im 20. Jahr leitet der Diplomingenieur nun die Geschicke Hoisdorfs, und gerade ist er mit mehr Stimmen denn je für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt worden.

Auch sein Gemeindebüro hat er selbst gebaut, gleich neben der Schule. Und von dort aus gestaltet er ehrenamtlich seit 1980 die Dorfpolitik mit. Für sein besonderes Engagement wurde Schippmann gestern von Schleswig-Holsteins Innenminister Andreas Breitner mit der Freiherr-vom-Stein-Verdienstnadel für ehrenamtliches politisches Engagement ausgezeichnet.

„Politik macht mir Spaß“, erklärt der Siebzigjährige. „Ich habe immer schon aktiv was gemacht, erst im Sportverein, dann in der Schule.“ Als er 1980 gefragt wurde, ob er sich eine politische Mitarbeit vorstellen könne, trat Schippmann der Dorfgemeinschaft Hoisdorf (DGH) bei, die sich 1962 gegründet hatte. „Ich wollte etwas für den Ort tun, in dem ich auch wohne.“ 1994 wurde er zum Bürgermeister gewählt und ist es seitdem geblieben.

„Hoisdorf hat 3500 Einwohner. Viele sprechen mich an, wenn sie Fragen haben.“ Das findet Schippmann gut, „dafür bin ich da, dafür hat man mich gewählt.“ Er sagt von sich selbst, dass er wisse, was er wolle, und keine Ruhe gebe, bis er das durchgesetzt habe. Denn Schippmann ist ein Mann, zu dem man Ja sagt — nicht nur im alten Dorfmuseum, in dem Schippmann seit 2002 Paare als Standesbeamter traut.

Als die Dorfkneipe aufgab, drängte er auf eine Dorferhaltungssatzung, und so blieben das alte Gebäude und der älteste erhaltene Dorfanger Stormarns unangetastet. Mehr noch: Schippmann sorgte dafür, dass wieder ein Lokal einzog und ein Veranstaltungssaal gebaut wurde, den auch die Gemeinde nutzen kann.

Der Bürgermeister ist Kuratoriumsvorsitzender des Stormarnschen Dorfmuseums, Verbandsvorsteher des Abwasserverbandes Siek, stellvertretender Schulverbandsvorsteher, Bauausschussvorsitzender des Schulverbandes und Mitglied des Amtsausschusses. Gerade hat er es gegen Widerstände durchgesetzt, dass 2014 ein neues Feuerwehrgerätehaus gebaut wird, ohne dass die Gemeinde sich verschulden muss.

„Dafür wird ein neues Baugebiet erschlossen“, sagt er. Einzig für den Kunstrasenplatz war ein Kredit nötig.

Dieter Schippmann denkt an alle im Dorf. Er hat den 1. Mai zu dem gemacht, was er heute ist, und hat 2002 die Betonhülse für den Maibaum gebaut. Um ihn tanzen seitdem die Hoisdorfer, und alle zwei Jahre gibt es den Hoisdorfer Bürgerpreis.

In Hoisdorf ist Schippmann selbst Kind gewesen, hat die Grundschule besucht und noch für zehn Pfennig im Baggersee gebadet. 1968 ist er wieder nach Hoisdorf gezogen. „Die politische Arbeit ist spannend“, findet er. „Ich plane gerne und gebe nicht so schnell auf.“

LN

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