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Zweijähriger bei Kita-Freizeit ertrunken

Hoisdorf Zweijähriger bei Kita-Freizeit ertrunken

Ein zwei Jahre alter Junge aus Hamburg ist am Abend in einem Teich am Moorweg ertrunken. Ein Großaufgebot von Rettungskräften hatte nach dem Kind gesucht.

 Ein zwei Jahre alter Junge ist am Montagabend in einem Teich am Moorweg ertrunken. Ein Großaufgebot von Rettungskräften hatte nach dem Kind gesucht.

Quelle: Peter Wüst/RTN

Hoisdorf . Zwei Stunden lang hatte ein Großaufgebot von Feuerwehr, Rettungsdiensten und einer Hundestaffel nach dem Kind gesucht. Feuerwehrleute fanden das Kind dann leblos im Wasser.

Erst am Montagnachmittag war die Hamburger Kita-Gruppe, 19 Kinder im Alter von ein bis sieben Jahren und sieben Betreuer, im Jugendheim Lichtensee in Hoisdorf angereist. Die ganze Gruppe wollte im Jugendheim übernachten und hatten noch nicht einmal ihre Koffer ausgepackt. Viel lieber gingen sie erst einmal spielen.

Auf dem Gelände des Heimes zog es die meisten Kinder mit einigen Betreuern auf den kleinen Fußballplatz hinter dem Jugendhaus zum Kicken. Hinter dem Gebäude befindet sich ein Bolzplatz in unmittelbarer Nähe zu einem kleinen Strand, der wiederum an einem etwa einen Hektar großen Teich liegt. Besonders gesichert durch einen Zaun ist dieses Gewässer nicht. „Weil viel Entenflott im Uferbereich des Sees treibt, ist der Übergang von der Grünfläche zur Wasserfläche nicht gut erkennbar“, erklärt Andreas Rosteck, Pressesprecher der Polizeidirektion Ratzeburg.

Der kleine Junge ist offenbar in einem unbeobachteten Moment vom Fußball weggelaufen, hin zum Teich. Am Ufer, bedeckt von Entenflott, haben ihn dann um 20.06 Uhr Feuerwehrmänner gefunden. Sie hatten noch einmal das Ufer abgesucht, waren mit einer Wathose im Wasser, um im Ufergürtel speziell auch im Wasser zu suchen. Feuerwehrmänner und eine Rettungswagenbesatzung versuchten, den kleinen Jungen zu reanimieren. Ein herbeigerufener Notarzt konnte später aber nur noch den Tod des Zweijährigen feststellen.

Die Eltern des kleinen Jungen waren zuvor schon nach Hoisdorf gekommen. Sie wurden vom Kriseninterventionsteam und von Sanitätern betreut. Zwei Stunden lang hatten Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Hoisdorf, Oetjendorf, Siek und Meilsdorf das Gelände durchkämmt. Auch die Rettungshundestaffel der DLRG Stormarn war mit mehreren Hunden im Einsatz, und von der Polizei war ein Diensthundeführer mit seinem Personenspürhund vor Ort.

Die Erleichterung darüber, den Jungen gefunden zu haben, war nur kurz zu spüren. Schnell stand den Einsatzkräften die Anspannung wieder im Gesicht, als die Rufe nach einem Notarzt immer lauter wurden. Schließlich kam die Meldung, dass der kleine Junge es nicht geschafft hatte. Erschöpft und leer kehrten die Feuerwehrleute zu ihren Fahrzeugen zurück. Eine lähmende Stille herrschte überall. In der Nachbarschaft standen die Menschen an der Straße, hatten zuvor noch mitgesucht und wischten sich jetzt die Tränen aus den Augen.

Weil ein solches Drama auch an den erfahrenen Feuerwehrmännern und -frauen nicht spurlos vorübergeht, wurde später noch das PSU-Team (Psychosoziale Unterstützung) in die Feuerwachen geschickt, um die Einsatzkräfte zu betreuen. Für die anderen Kinder und die Betreuer wurden weitere Teams der Schnelleinsatzgruppe zur Betreuung angefordert.

Zwei Beamte des Zentralen Kriminaldauerdienstes (ZKD) aus Lübeck hatten zunächst die weiteren Ermittlungen übernommen. Seit gestern Morgen nun sind Mitarbeiter der Ahrensburger Kriminalpolizei dabei, den ganzen Sachverhalt zu rekonstruieren.

Der Leichnam des kleinen Jungen wird vorerst nicht zur Beerdigung freigegeben. „Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen einen Antrag auf Obduktion gestellt“, teilt Polizeipressesprecher Andreas Rosteck mit.

Von Jens Burmester

Hoisdorf 53.661243 10.310351
Hoisdorf
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