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Stormarn Neues Design, bewährtes Konzept: Die „eisbar“ öffnet wieder
Lokales Stormarn Neues Design, bewährtes Konzept: Die „eisbar“ öffnet wieder
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10:59 18.03.2019
Patrick (links) und Adrian Matysik sind die neuen Betreiber der eisbar in der Hamburger Straße. Quelle: Sandra Freundt
Bad Oldesloe

Viele kennen die Zwillingsbrüder vom Fußball, einige aus ihrer Zeit als „Pizzabäcker“, wieder andere aus der Schule. Patrick und Adrian sind in Bad Oldesloe aufgewachsen und haben hier ihre ersten Schritte ins Berufsleben gemacht. Nun sind die beiden 22-jährigen die neuen Betreiber der „eisbar“. Ab dem 15. März bieten sie täglich 18 verschiedene Sorten Eis an, sieben davon fest, elf variierend. Die insgesamt über achtzig Kreationen wie „Choco-Chili“, „salzige Erdnüsse“ oder „Omas Zitronenpudding“ stammen alle noch aus dem Original-Rezeptbuch von Gründer Thomas Ernst, der 2016 überraschend verstorben ist.

Damals hatte Stiefsohn Jorma Rahfoth den Betrieb übernommen, später dessen Cousin Tymme Gerke. Nun sind Patrick und Adrian die neuen Chefs. Den beiden ist es dabei ganz wichtig, das bewährte Konzept von „Eis-Tom“ und damit den Kultstatus der „eisbar“ in der Hamburger Straße aufrecht zu erhalten. So wird es neben den vielen kreativen Eissorten auch weiterhin Softeis, Shakes und Heißgetränke geben. Mit der „Tommy-Tüte“, einer Schlemmerwaffel, soll zudem an den ehemaligen Besitzer erinnert werden.

Und auch eine Grafik an der Wand lässt Tom nicht vergessen. „Wir kannten ihn auch noch persönlich, haben immer gern unser Eis in der „eisbar“ gegessen und uns dort heimisch und wohl gefühlt“, erklärt Patrick Matysik. Dieser Wohlfühlcharakter soll natürlich beibehalten werden. „Daher werden auch die bekannten Eismädchen Jule, Vanessa und Valerie wieder hinter dem Tresen das Eis ausgeben und natürlich wird dieses in gewohnt bester Qualität produziert“, betonen die neuen Betreiber, die die Zutaten auch weiterhin von regionalen Händlern beziehen und mit Holzlöffeln und Strohhalmen aus Bio-Kunststoff auf Umweltfreundlichkeit, mit Fritz-Cola und Bio-geröstetem Kaffee auf Produkte aus fairem Handel setzen.

Obwohl die beiden Erfahrung im Gastro-Bereich haben, fehlt ihnen jedoch noch das Know-how zur Eiszubereitung. „Tymme bleibt uns daher die ersten Monate noch erhalten, bereitet zum einen das Eis zu und bringt uns zum anderen alles Wissenswerte dazu bei, sodass auch Adrian und ich das Eis dann bald in der gleichen Qualität selbst herstellen können“, erklärt Patrick Matysik.

Der gelernte Industriekaufmann behält seine Anstellung bei einer ortsansässigen Firma für Reinigungsgeräte bei, unterstützt seinen Bruder dann nach Feierabend, ist zudem hauptsächlich für den Verwaltungsteil zuständig. Überwiegend im Laden am Verkaufstresen wird Adrian zu finden sein. Der BWL-Student hat zunächst ein Urlaubssemester genommen, um sich voll und ganz auf den Eisladen konzentrieren zu können.

In den vergangenen Monaten haben die Brüder einiges verändert: „Das komplette Design im Ladeninneren ist neu gestaltet, die Wände sind frisch gemalt, der Boden bearbeitet, der Tresen modernisiert“, zählt Adrian auf.„Für uns ist ganz wichtig, dass dies kein kurzfristiges Projekt ist, sondern langfristig geplant“, betonen beide und bedanken sich bereits an dieser Stelle bei der Familie und Freunden für die tatkräftige Unterstützung. „Ohne Euch hätten wir die Vorbereitungen gar nicht geschafft“, betonen die Zwillinge.

Täglich von 12 bis 21 Uhr geöffnet

Ab 15. März öffnet die Eisbar unter der Leitung von Patrick und Adrian Matysik ihre Pforten. Bis Ende September verkaufen die Brüder dann täglich von 12 bis 21 Uhr ihre Eiskreationen nach den Rezepten von Gründer Thomas Ernst. Je nach Wetterlage und Eisvorrat können die Öffnungszeiten dabei abweichen. Näheres unter: www.eisbar.de

Neu ist die Einbeziehung von sozialen Medien. „Wir werden eine Homepage haben, besondere Aktionen zudem über Facebook, Instagram und Snapchat verbreiten.“ Hier sind auch die Flyer mit den Gutscheinen zur Eröffnung zu finden. „Aber auch in vielen Oldesloer Briefkästen, da bin ich selbst unterwegs gewesen“, betont Adrian Matysik, der ebenso wie sein Bruder leidenschaftlicher Fußballer ist. Ob die beiden dieses Hobby auch weiterhin intensiv betreiben können, wenn die Schlange am Eistresen lang ist, wird man sehen. Fest steht jedoch: Sobald die Brüder, die beide die Sorte „Salzige Erdnüsse“ favorisieren, fit sind in der Eisherstellung, werden sie auch ihre spezielle eigene Sorte kreieren.

Am 15. März ist es endlich soweit.

 

Sandra Freundt

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