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Auto und Verkehr E-Zapfsäulen: Soweit der Strom reicht
Mehr Auto und Verkehr E-Zapfsäulen: Soweit der Strom reicht
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11:32 02.01.2018
Die Ladeinfrastruktur ist erst im Aufbau. Die „Reichweitenangst“ könnte manchen davon abhalten, sich ein E-Auto zu kaufen. Quelle: Mohssen Assanimoghaddam/dpa
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Hannover

Das Geschäft für E-Tankstellenbetreiber lohnt sich derzeit noch nicht wirklich. Was fehlt, ist die kritische Masse von Autos mit dem emissionsarmen Elektroantrieb.

EWE

Ein Faktor für die noch gebremste Kauflust ist neben dem deutlich teureren Anschaffungspreis die noch im Aufbau befindliche Ladeinfrastruktur. Der Begriff „Reichweitenangst“ kursiert und drückt die Bedenken aus, dass dem Auto vor allem bei Fernfahrten der Strom ausgehen könnte. Die Energieversorger und auch die Autoindustrie drücken darum beim Ausbau der öffentlich- oder halböffentlich zugänglichen Ladesäulen aufs Tempo. Verlässliche Angaben über die Gesamtzahl der Ladesäulen gibt es aber nicht.

Erhebung

In Bremen gibt es nach Angaben der Umweltbehörde rund 150 öffentlich zugängliche Ladepunkte für die rund 300 E-Autos. „Die meisten Menschen, die E-Autos haben, laden aber zuhause über Nacht oder tagsüber am Arbeitsplatz auf oder eben beides“, sagt Umweltsenator Joachim Lohse (Grüne). In Bremen will man prüfen, ob möglicherweise die bereits vorhandene Strominfrastruktur von Straßenlaternen genutzt werden kann. „Das wirft aber wieder andere Fragen unter anderem zu Barrierefreiheit auf, wenn da auf einmal ein Kabel auf dem Gehweg liegt“, so Lohse.

Als Haupttreiber beim Thema Elektromobilität sieht EWE derzeit nicht unbedingt den Privatkunden, sondern eher die Flotte im Fuhrpark großer Unternehmen. Es ist keine Zukunftsmusik, dass Mitarbeiter am Arbeitsplatz ihr E-Auto abgeben, das dann autonom in den Ladepark auf dem Firmengelände fährt und am Ende des Arbeitstages den Beschäftigten wieder abholt, der das Auto dann durch den Verkehr steuert. „Technisch ist das schon heute machbar. Der Vorteil: Wir müssten nicht auf die rechtlich sehr komplexen Vorgaben für das autonome Fahren warten“, betont Lohmann.

Der Aufbau der Infrastruktur hängt maßgeblich vom Takt der Autoindustrie ab. Die EU-Kommission will keine Quoten vorschreiben, plant aber ein Anreizsystem. Autobauer sollen bis 2025 unter ihren verkauften Neuwagen mehr als 15 Prozent emissionsarme Autos haben, bis 2030 dann mehr als 30 Prozent. Noch 2016 lag der Anteil bei rund einem Prozent. Zuletzt wuchsen die Zulassungszahlen aber schon deutlich auf einen Anteil von 6,2 Prozent im dritten Quartal 2017.

Elektro-Mobilität

Im VW-Stammland Niedersachsen steht im Koalitionsvertrag der neuen rot-schwarzen Regierung, dass bis zu zehn Prozent der neu beschafften Fahrzeuge im landeseigenen Fuhrpark mit emissionsarmen Antriebssystemen ausgestattet werden sollen. Seit Anfang des Jahres wurden 38 Ladesäulen für E-Autos mit Zuwendungen in Höhe von insgesamt 321 891 Euro gefördert. Laut BDEW-Erhebung gibt es in Niedersachsen 580 öffentlich zugängliche Ladepunkte.

dpa

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