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Lübeck früher und heute

Das letzte Foto des Hauses Balauerfohr 29 entstand Ende 1907, ungefähr 500 Jahre nach seiner Erbauung. Bis zum Ende des 16. Jahrhunderts diente es als Backhaus.  Als es abgerissen wurde, war das der lokalen Wochenzeitschrift „Vaterstädtische Blätter“ ein Foto mit einem kleinen Artikel wert, aus dem Bedauern klang: „An Stelle des alten Bauwerkes, das mit seiner eigenartigen Dachkonstruktion als typisches Beispiel für lübische Bauten gelten kann, wird in Kürze ein Neubau entstehen, und damit wieder ein Stück Altlübeck dahin schwinden.“

Jahrhundertelang hatte man bedenkenlos alte Häuser abgerissen, wenn sie nicht mehr zweckdienlich erschienen. Erst im 19. Jahrhundert kam der Gedanke der Denkmalpflege auf. Er bezog sich zunächst vor allem auf prominente Bauwerke wie Kirchen, Klöster oder besonders repräsentative Bürgerhäuser. Um 1900 war die Öffentlichkeit schon sensibler. Bis heute bekannt ist der Fall der Löwen-Apotheke in der Königstraße, deren Haus noch steht, weil eine Bürgerinitiative, an der der spätere Dichter Erich Mühsam beteiligt war, sich für den Erhalt einsetzte. Für das Haus Balauerfohr 29 und das Nachbarhaus an der Krähenstraße gab es keine Kampagne. Das Lübecker Denkmalschutzgesetz trat erst 1915 in Kraft.

Quelle: Wikimedia

Der Neubau, der dann kam, hatte eine wesentlich kürzere Lebensdauer. Die Bebauung von Balauerfohr und Krähenstraße wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt. Die Stadtplaner nutzten nach dem Krieg die Gelegenheit und begradigten den Straßenverlauf, so dass eine durchgehende Achse Wahmstraße-Krähenstraße entstand. Heute steht auf dem (weit in Richtung des Betrachters vorgelagerten) Eckgrundstück ein Wohnhaus aus den 50er Jahren.

Quelle: Ulf-Kersten Neelsen

Ihre heutige Gestalt erhielt die Nordermole erst in den 60er Jahren. Zum ersten Mal wurde sie 1960 umgebaut und verlängert. 1965 wurde sie ein weiteres Mal verlängert und erhielt ihren heutigen, sichelförmigen Verlauf. Zur Seeseite baute man eine ein Meter hohe Brüstungsmauer. Findlinge an der Mole dienen als Wellenbrecher. 1967 schließlich wurde auf dem Mollenkopf ein Stahlbetonturm mit Keramikfassade errichtet.

40 Jahre später war dieser Turm marode und musste ersetzt werden. Die neue, 2012 errichtete Warnbake ist eine reine Stahlkonstruktion. Die im Emsland angefertigten Einzelteile wurden übers Wasser angeliefert.

Quelle: Foto:www.lutzroessler.de
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