Menü
Anmelden
Mehr Bilder Lübeck früher und heute

Lübeck früher und heute

Ihre heutige Gestalt erhielt die Nordermole erst in den 60er Jahren. Zum ersten Mal wurde sie 1960 umgebaut und verlängert. 1965 wurde sie ein weiteres Mal verlängert und erhielt ihren heutigen, sichelförmigen Verlauf. Zur Seeseite baute man eine ein Meter hohe Brüstungsmauer. Findlinge an der Mole dienen als Wellenbrecher. 1967 schließlich wurde auf dem Mollenkopf ein Stahlbetonturm mit Keramikfassade errichtet.

40 Jahre später war dieser Turm marode und musste ersetzt werden. Die neue, 2012 errichtete Warnbake ist eine reine Stahlkonstruktion. Die im Emsland angefertigten Einzelteile wurden übers Wasser angeliefert.

Quelle: Foto:www.lutzroessler.de

Die Nordermole war 1953 wie heute ein beliebter Ort für Einwohner und Besucher Travemündes, um sich an warmen Frühjahrstagen die Sonne aufs Gesicht scheinen zu lassen, während große Schiffe so nah vorbeifahren, dass man fast glaubt, sie anfassen zu können. (Am 5. Mai 1953 war es der kleine, höchstwahrscheinlich schwedische Frachter „Skarpö“, auf dem neuen Bild, das am 18. April 2018 entstand, die aus Lettland kommende „Stena Nordica“.) Auf den ersten Blick fällt auf, dass der kleine Leuchtturm, genannt Bake, nicht derselbe ist wie heute. Auf den zweiten Blick sieht man, dass die Mole auf dem alten Foto eine andere Form hat als heute.

Schon seit dem Mittelalter gibt es an der Hafeneinfahrt eine Befestigung. Sie diente vor allem zwei Zwecken: Zum einen sollte sie verhindern, dass die Mündung verlandet. Zum anderen sollte sie mit einem Warnzeichen ein- und ausfahrende Schiffe von den Untiefen des Brodtener Ufers fernhalten.

Im 18. Jahrhundert ersetzte die Stadt die Holzkonstruktion durch eine Steinmauer. Auch auf der Priwallseite entstand schon im Mittelalter eine Mole.

Uhlandstraße, Kolosseum 

Quelle: Neelsen Ulf-Kersten
Anzeige