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Grünschnack-Blog Was hat Magdeburg heute noch von der Buga 1999?
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20:09 21.10.2015
Am Eingang zum Elbauenpark grüßt wie schon bei der Buga das DDR-Sandmännchen, nachgebaut aus Blumen. Quelle: Peyronnet
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Eutin/Magdeburg

Eutin hat die Landesgartenschau noch vor sich, Magdeburg, Ausrichter der Bundesgartenschau (Buga) 1999, hat sie bereits lange hinter sich. Doch das Schau-Gelände in Magdeburg sieht bis auf eine kleine Änderung noch genauso aus wie während der Buga. Und bis heute kostet der Besuch des sogenannten Elbauenparks Eintritt. Ob das akzeptiert wird, wie sich die Besucherzahlen entwickeln und was Magdeburg Eutin rät, das sagt Parkmanager Steffen Schüller im Interview mit dem Grünschnack-Blog.

Steffen Schüller, Manager des Elbauenparks.

Grünschnack-Blog: In wieweit hat sich der Park nach Ende der Buga verändert? Sind Bepflanzung und Einrichtungen in weiten Teilen geblieben oder gab es erhebliche Veränderungen? Können Sie ein Beispiel nennen, was verschwunden ist?

Steffen Schüller: Es hat keine erheblichen Veränderungen gegeben, lediglich die Friedhofsgärten wurden zurückgebaut, weil das Gelände dafür nur angemietet war. Der Park ging als solcher vollständig in die Nachnutzung. 2015 wurde aus wirtschaftlichen Gründen die Panorama-Bahn abgebaut und durch zwei Elektro-Busse – den Elbauen-Express – ersetzt.

Grünschnack-Blog: Der Elbauenpark ist eines der wenigen ehemaligen Gartenschaugelände, für das auch nach der Schau Eintritt genommen wird. Warum hat sich Magdeburg dazu entschlossen?

Schüller: Die Umgestaltung des Parks wurde teilweise mit Fördermitteln ermöglicht, für die es eine Auflagenbindung gibt. Eine der Auflagen ist wirtschaftlicher Weiterbetrieb inklusive Eintrittserhebung – auch, um den erhöhten Pflegeaufwand im Park zu finanzieren. 2015 präsentierten wir hier beispielsweise Sachsen-Anhalts größte Tulpenschau mit mehr als 160.000 Pflanzen.

Grünschnack-Blog: Ist dieser Eintritt umstritten oder wird er von den Besuchern und Magdeburgern akzeptiert?

Schüller: Der Eintritt ist unter den Magdeburgern weder öffentlich noch politisch umstritten.

Grünschnack-Blog: Wie viele Besucher zählt der Park pro Jahr und entspricht das den Erwartungen?

Schüller:

2001: 338.665
2002: 342.083
2003: 353.270
2004: 335.691
2005: 397.167
2006: 354.764
2007: 310.042
2008: 272.116
2009: 271.158
2010: 249.784
2011: 275.053
2012: 292.458
2013: 232.649
2014: 314.670

Die Besucherzahlen im Park haben in den vergangenen Jahren wieder zugenommen. 2014 hatten wir mit 315.000 Gästen die beste Besucherbilanz seit sechs Jahren. Für die Zukunft möchten wir diese Zahlen aber weiter steigern und peilen eine Besucherzahl von 350.000 Gästen pro Jahr an.

Auch 16 Jahre nach der Bundesgartenschau ist das Gelände ein Park für die Allgemeinheit geblieben.




Grünschnack-Blog: Wie hoch sind die Aufwendungen für den Park im Jahr? Und wie hoch die Einnahmen? 

Schüller: 2,2 Mio. Euro Ausgaben und circa 600.000 Euro Einnahmen.

Grünschnack-Blog: Die Buga ist nun bereits 16 Jahre her. Wie hat sich der Pflege- und Sanierungsaufwand entwickelt?

Schüller: Der Pflege- und Sanierungsaufwand hat sich in den vergangenen Jahren natürlich verändert. Einige Objekte sind „in die Jahre“ gekommen. Durch verschiedene Optimierungen ließen sich Kostenexplosionen allerdings vermeiden.

Grünschnack-Blog: Im Rückblick gesehen, was würden Sie sagen: War die Bundesgartenschau langfristig gesehen für Magdeburg ein Gewinn und können Sie anderen Städten dazu raten, sich ebenfalls für Gartenschauen zu bewerben?

Schüller: Die Buga war für Magdeburg auf jeden Fall ein Gewinn in vielerlei Hinsicht – für das Landschaftsbild, das Image, den Freizeitwert. Ein Rat, den wir anderen Städten geben möchten: Machen Sie sich bereits im Vorfeld der Planung einer Bundesgartenschau Gedanken um ein gutes Nachnutzungskonzept.

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