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Madita Strähle (19) reist um die Welt Nach Unfall und Geldbetrug: Wie man als Backpacker wieder aufsteht
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13:08 25.12.2015
Mit meiner "Unemployed Gang" auf dem Skytower in Sydney. Quelle: privat
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Madita reist durch die Welt

Die ersten Sonnenstrahlen des Tages scheinen durch die kleinen Fensterscheiben der Maschine von Tigerair. Es ist sechs Uhr morgens und ich lasse meinen Gurt einrasten. Nach dem üblichen Prozedere, dem Kribbeln im Bauch und den Druck auf den Ohren, schaue ich hinab auf die Stadt, die mir in den letzten vier Monaten ein Zuhause gegeben hat: Sydney.

Sonnenuntergang über Sydney


Mein neues Zuhause


Mein Bett


Nachdem ich rund einen Monat, sechs Tage die Woche, teilweise elf Stunden am Tag, in dem Café geschuftet hatte, stand ich eines Morgens vor verschlossenen Türen. Das Café war leer geräumt und alles was übrig war, war ein Schild an der Glastür mit der Aufschrift: for lease (zu vermieten). Nach einigen Recherchen fand ich heraus, dass das Geschäft bankrott gegangen war und sich meine ehemaligen Chefs aus dem Staub gemacht hatten - natürlich ohne mir meinen Lohn zu zahlen. Das war der erste Schlag.

Schöne Erlebnisse in trüben Stunden: Ich auf dem Wedding Cake Rock


Aber diese Erlebnisse haben mich vieles gelehrt: Während einer Reise wird man ins kalte Wasser geworfen und auf die Probe gestellt. Herausforderungen alleine zu meistern und sich auch durch schlechte Zeiten zu kämpfen, ohne das Reisefieber zu verlieren, ist die Kunst. Wenn ich nun auf diese Zeit zurückblicke, wird mir bewusst, wie ich wieder auf den richtigen Weg fand und wodurch ich meine Lust am Abenteuer wiedergewonnen habe.

Unemployed Gang (Die Arbeitslosengang): (v.l.) Hemanth aus Indien, Ann aus Frankreich, Jordan aus England, Adam aus Schweden, Timo aus Deutschland und ich. Vorne: Arthur aus den Niederlanden.




Eindrücke vom Vivid-Festival


Das Opera House im Farbenspiel




Unemployed gang bei Nacht: Hemanth aus Indien, Ich, Max aus Frankreich, Johannes aus Deutschland und Javier aus Chile.


Unemployed Gang auf dem Skytower: (v.l.) Heiarii aus Tahiti, Javier aus Chile, Hemanth aus Indien, Oscar aus Spanien, Johannes aus Deutschland, Ich und Adam aus Schweden.






"König der Löwen" sahen wir regelmäßig


Das Flugzeug, in dem ich sitze, gewinnt schnell an Höhe und Sydney strahlt in der hellen Morgensonne. Von meinem Fenster aus erblicke ich die Skyline, das Opernhaus und die Harbour Bridge und ich spüre, wie sich ein Kloß in meinem Hals bildet. Ich bin dankbar für meine Zeit in Sydney - und ich werde mir bewusst, das Abschiede traurigerweise im Leben eines Backpackers nicht zu vermeiden sind. Aber es muss weitergehen und ich bin gespannt, was mir als nächstes begegnet - auf meiner Reise und in meinem ganz eigenen "Circle of Life".

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