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Frank Meyer Halleluja! Lasst uns feiern!
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11:00 14.10.2012
Lübeck

Jeder Marsianer fürchtet, dass der auf der Rettungsskala nach oben offene ESM, später gehebelt, den Planeten aus seiner Umlaufbahn drückt. Nicht nur Länder und Banken zeigen sich bedürftig, bald auch Autobauer, Apotheker, Hoteliers, Airlines, das Klima und später der Mars selbst. Gerüchten zufolge werden die Geldspritzen als Rauschmittel aus der offiziellen Drogenliste gestrichen und sämtliche Steuern in Geldspritzen-Beschaffungsmaßnahmen umbenannt. Darauf einen Friedensnobelpreis!

Die „Krise“ wurde am Tag der Deutschen Einheit offiziell beendet. Großartig, wie man jetzt den restlichen EU-Zahlungsfähigen hunderte Milliarden für einen guten Zweck aus der Tasche saugen kann. Hauptsache, die Börse steigt. Doch das tut sie nicht. Nach der Cash-Rallye erwartet man, dass EZB und ESM unter fadenscheinigen Gründen die Geldschleusen öffnen.

Die Politik hat die Leitungen verlegt, den Samen für große Partys und eine noch größere Krise verstreut. Was als hilfreich verkauft wird, ist kein Garant für stabiles Geld und gesunde Wirtschaft. Diese Rettungen haben Nebenwirkungen. Fatal ist, dass diese Aufschuldung global grassiert und später bis zum Uranus reicht. Solange es Notenbanken gibt, die die Kanne die Straße hinunter kicken, sollte man sich weniger Sorgen machen, aber aufmerksam sein. Die Schäden sind längst angerichtet. Feiern Sie! Oder treffen Sie Vorsorge. Eigentlich ja auch egal. Am 21. Dezember ist ohnehin Weltuntergang. Halleluja!

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