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00:18 25.03.2016
Jürgen Rönnau sport@ln-luebeck.de

Damals, an jenem 7. Juli 1974, als Deutschland in München Weltmeister gegen Holland wurde, da saß ich vor unserem Schwarzweißfernseher im elterlichen Preetz und habe nicht mitgezählt.

Aber es waren 16 Ballkontakte der Niederländer, ohne dass ein DFB-Kicker an den Ball gekommen wäre, den 17. Pass bekam Johan Cruyff, der nach nur 53 Sekunden von Uli Hoeneß gefoult wurde. Elfmeter.

Holland führte schnell mit 1:0, am Ende gewann Deutschland 2:1.

Die Szene zu Spielbeginn war symptomatisch für einen Stil, den Johan Cruyff, der große Fußballer und grandiose Stratege, perfektionieren sollte. Permanente Ballkontakte, Pressing und Gegenpressing — das hat er als Spieler praktiziert, dann als Trainer gepredigt. Pep Guardiola war einer seiner besten Schüler. Man erkennt das eindeutig am Stil des FC Bayern. Johan Cruyff ist der Vater des modernen Fußballs. Jetzt ist er tot. Ich verneige mich in Ehrfurcht. Und sehe keinen Nachfolger.

LN

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