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Tatort-Blitzkritik Faber ganz menschlich
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21:35 07.10.2018

Wer hätte das gedacht? Wüterich Peter Faber (Jörg Hartmann) wird ganz zahm. Er bettelt fast um menschliche Nähe. Das brutale Szenario dieses Tatorts unterstreicht diesen offensichtlichen Menschenwandel, der den Hauptkommissar privat ganz dicht an Kollegin Martina Bönisch (Anna Schudt) heranrücken lässt. Die allerdings hat Sex mit einem Verdächtigen – das ist zwar sicher nicht ganz professionell, aber ebenfalls: zumindest menschlich.

Der Dortmunder Tatort hat Biss, seit es ihn gibt. Und der Streifen „Tod und Spiele“ knüpft nahtlos an seine Vorgänger an. Die zerrissene Figur des Faber fesselt – es kommt dem Blitzkritiker wie eine Erlösung vor, dass der Hauptkommissar mehr und mehr seine menschliche Seite zeigt. Er sorgt sich, kümmert sich um andere. Er macht auf seine etwas spröde Tour seiner Kollegin Bönisch sogar eine Art Antrag. Und wer der Dortmunder Reihe treu bleibt, kann nun gespannt sein, wie sich das Verhältnis zwischen diesen beiden nun weiterentwickelt.

Denn dieses Ermittlerteam, auch mit den beiden weiteren Kollegen Nora Dalay (Aylin Tezel) und dem neuen Teammitglied Jan Pawlak (Rick Okon), entwickelt eine Dynamik, die die Spannung über die gesamte Tatortzeit hält. Es käme ganz sicher auch mit schwächeren Handlungsrahmen aus. Aber der Fall, der in die Kampfsportszene mit modernen Gladiatorenkämpfen und eine Subkultur führt, in der Oligarchen mit Geld nur so um sich werfen, bietet genug Erzählstoff, um ebenfalls einen Abend lang gut zu unterhalten. Weiter so, Dortmund!

Eine Rezension von Nick Vogler

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