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Gesundheit Krankenhaus Grevesmühlen investiert 500.000 Euro
Mehr Gesundheit Krankenhaus Grevesmühlen investiert 500.000 Euro
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22:52 16.08.2018
Dr. Rolf Klingenberg-Noftz in einem der modernisierten Räume der Endoskopie im DRK-Krankenhaus Grevesmühlen. Quelle: Foto: M. Prochnow
Grevesmühlen

Zwischen den großen Häusern Wismar, Schwerin und Lübeck hat das DRK-Krankenhaus in Grevesmühlen seinen Platz gefunden – und festigt seine Position. Etwa 5000 Patienten werden jedes Jahr im DRK-Krankenhaus Grevesmühlen stationär, 6800 ambulant betreut. Im Vergleich zu den benachbarten Einrichtungen ist diese Zahl überschaubar, aber Grevesmühlen hat andere Vorteile. „Auch wenn wir ein Basis- und Regelkrankenhaus sind. In einigen Bereichen sind wir so gut aufgestellt, dass das weit über den Standard hinausgeht“, erklärt Dr. Rolf Klingenberg-Noftz, Chefarzt für Innere Medizin und Gastroenterologie. Ein Beispiel dafür ist die Endoskopie, also jene Station, in der unter anderem Magen- und Darmspiegelungen vorgenommen werden. Rund eine halbe Million Euro hat das DRK in diesem Jahr in die Modernisierung der Station, die sich im obersten Stockwerk befindet, investiert. „Und das bei laufendem Betrieb, das was die Schwester hier leisten und geleistet haben, da kann man nur den Hut ziehen“, betont der Chefarzt.

Geschichte

1889 wurde das Krankenhaus an der Klützer Straße in Grevesmühlen eingeweiht. Es befand sich in den heutigen Verwaltungsgebäuden.

1992 übernahm das DRK, beziehungsweise der Landesverband, das Krankenhaus in der Kreisstadt. Ende der 1990-er Jahre erfolgte für 50 Millionen Mark der Neubau, der 2000 eingeweiht wurde.

Durch die Umbauten und Investitionen sei es nun möglich, so Dr. Rolf Klingenberg-Noftz, die Zahl der Untersuchungen deutlich anzuheben. „Das Problem bislang war, dass die Geräte aufwendig per Hand gereinigt werden mussten. Das passiert inzwischen maschinell, was zur Folge hat, dass die Aufbereitung sehr viel schneller erfolgt.“ Das ist insofern notwendig, da die Zahl dieser speziellen Untersuchungen in den vergangenen Jahren zugenommen hat.

Als das Krankenhaus vor knapp 18 Jahren eröffnet worden war, lag das Augenmerk der Planer auf anderen Bereichen der medizinischen Versorgung. „Damals hatte die Endoskopie noch nicht die Bedeutung, die sie heute hat“, so Klingenberg-Noftz. Etwa 14000 Untersuchungen erfolgen pro Jahr in dieser Abteilung. Deshalb wurde nicht nur in neue Technik sondern auch in die Infrastruktur auf der Station investiert. Knapp vier Wochen hat der gesamte Umbau der Endos- kopie gedauert.

Auch Christian Lojewski, der kaufmännische Direktor des Krankenhauses, ist zufrieden mit dem Ablauf. Er betont, dass das Haus in Grevesmühlen trotz seiner überschaubaren Größe die ganze Bandbreite der Untersuchungen anbiete. Und die Investition in die Endoskopie zeige, dass der Standort auch weiter gestärkt werde.

Insgesamt 122 Betten hat das Krankenhaus in Grevesmühlen, das sich in direkter Nähe zum Vielbecker See befindet, 230 Mitarbeiter kümmern sich um die Patienten.

Diabetikertag am 5. September im Bürgerbahnhof

Der mittlerweile

17. Diabetikertag,

den das DRK-Krankenhaus Grevesmühlen

organisiert, findet am Mittwoch, 5. September, statt – zum ersten Mal nicht im Krankenhaus, sondern im Saal des Bürgerbahnhofs.

„Es ist ein wunderschönes Gebäude,

und dieses Ambiente wollen wir einfach

nutzen“, erklärt

Dr. Rolf Klingenberg-

Notfz den Wechsel.

Zwischen 8.30 Uhr

und 12.15 Uhr gibt es

jede Menge Vorträge, Informationen und

Beratungsangebote rund um die Volks-

krankheit Nummer

eins in Deutschland.

Etwa jeder zehnte Mensch ist laut offizieller Statistik von Diabetes betroffen. „Mangelnde Bewegung, falsche Ernährung, es gibt viele Ursachen, die zu dieser Erkrankung führen

können. Wir klären über die Risiken auf,

zeigen Wege, um die Krankheit zu umgehen und vieles mehr“, so Klingenberg-Noftz.

Dazu stehen zahlreiche Experten an diesem Tag Rede und Antwort.

Eine Anmeldung

für die Veranstaltung ist nicht notwendig, die Türen stehen für alle

Interessierten offen.

Michael Prochnow

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