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Kommentar Ein kleiner Trost
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22:16 13.09.2013
Von Olaf Bartsch

Es geht — wenn man dem CIA glauben will — um 1000 Tonnen Chemiewaffen. Während Amerikaner und Russen in Genf über deren Vernichtung verhandeln, ist Syriens Machthaber Baschar al-Assad in die Offensive gegangen. Er will die Verpflichtungen aus der UN-Chemiewaffenkonvention befolgen, noch bevor der Beitritt Syriens zu dem Papier rechtsgültig ist.

Assad hat geschafft, was vor Wochen kaum jemand für möglich gehalten hätte. Vor der Weltgemeinschaft ist er als Verhandlungspartner rehabilitiert. Wenn es tatsächlich zu Friedensgesprächen im Syrien-Konflikt kommen sollte, wird der Diktator wohl mit am Tisch sitzen. Weder Moskau noch Washington wollen das Land in die Hand der Rebellen legen.

Einstweilen geht der brutale Krieg an vielen Fronten weiter. Dass Syrien bald frei von Chemiewaffen sein wird, ist da ein kleiner Trost. Mehr als sechs Millionen Menschen bangen buchstäblich um ihr Leben und sind auf der Flucht. Mehr als 100 000 Syrer haben den Bürgerkrieg nicht überlebt. Weiter mit Assad — eine unerträgliche Vorstellung.

LN

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