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Kommentar Exempel statuiert
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23:22 18.10.2013
Von Jens Burmeister

Kalter Krieg gegen „grüne Friedenskämpfer“. Wenn‘s um die Arktis geht, verstehen die Russen keinen Spaß. Schätzungen zufolge lagern dort nämlich 13 Prozent der unerschlossenen Öl- sowie 30

Prozent der globalen Gasvorkommen — die größten davon im russisch beanspruchten Teil. Als Greenpeace-Aktivisten vor einem Monat versuchten, eine Gazprom-Plattform zu entern, wurden sie verhaftet und wegen „bandenmäßiger Piraterie“ angeklagt.

Auch wenn der Vorwurf absurd ist, zeigt sich Moskau stur, die Umweltschützer freizulassen. Greenpeace fordert Schutzzonen wie in der fernen Antarktis, in denen jede Ölförderung untersagt ist. Für Russland, das vor der Nordküste Sibiriens seine geopolitische Zukunft sieht, undenkbar. An den „grünen Piraten“ statuiert der Kreml deshalb ein Exempel, um Nachahmer abzuschrecken und die neu gewonnene Macht zu demonstrieren — gegenüber dem Westen und den Nichtregierungsorganisationen. Kein Wunder: Letztere fürchtet Moskau seit den bunten Revolutionen in Kiew und Tiflis mehr als eine Panzerarmee.

LN

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