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Gegen die Wand gefahren

Kommentar zum Ausbau-Stopp der A 20 Gegen die Wand gefahren

Was ist schneller umzusetzen, a) zwei Staaten zusammenzufügen oder b) eine Autobahn zu bauen? Dass Antwort a) die richtige ist, hätten sich die Verkehrsplaner vermutlich auch nicht träumen lassen.

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Ein Kommentar von Martina Janke-Hansen.

Heißt es doch auf der Homepage des schleswig-holsteinischen Verkehrsministeriums stolz: „Mit der A 20 wird eine leistungsfähige Ost-West-Verbindung im Norden Deutschlands geschaffen, die sich aus dem Verkehrsprojekt Deutsche Einheit . . . zusammensetzt.“ Was 1992 hoffnungsvoll begonnen hat und mit der Nordwestumfahrung Hamburgs nun endlich auch für Bad Segeberg Entlastung bringen sollte, wird nach dem gestrigen Urteil des Bundesverwaltungsgerichts wohl noch Jahre auf sich warten lassen.

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Die Leipziger Juristen haben den Planern deutlich gemacht, dass sie das A-20-Vorhaben, gerade im Hinblick auf Alternativtrassen, nicht nur mangelhaft umgesetzt, sondern vielmehr grandios gegen die Wand gefahren haben. Wie ist das möglich und wer steht für die Fehler ein?

Von den vermeintlichen Experten wohl niemand. Sie behalten ihre Jobs und die Zeche begleicht mal wieder der Steuerzahler.

Bitter, dass mit diesem herben Infrastruktur- Rückschlag die wirtschaftliche Entwicklung Segebergs und der Metropolregion einen kräftigen Dämpfer bekommt. Enervierend für Tausende Autofahrer, die auf der B 206 auf ihrem Weg durch Bad Segeberg an manchen Tagen ebenso lange stehen, wie sie für die Strecke Lübeck/Ausbauende-A 20 brauchen.

Zudem macht ausgerechnet eines der Bad Segeberger Wahrzeichen, die Fledermaus, die Hoffnungen vieler zunichte, bald zügig Richtung Elbe zu fahren und die Stadt vom Lkw-Verkehr zu entlasten. Manchmal, so scheint es, kann man bei uns nichts mehr bauen, ohne dass sich Naturschützer oder Bürgerinitiativen zu Wort melden. Alternative Energien? Natürlich, aber Windräder oder Stromtrassen — bitte nicht bei uns.

Angesichts der A-20-Pleite glaubt man es sich leisten zu können, tausende von Trucks durch Bad Segeberg zu schicken. Haben die Menschen, die dort leben, kein Recht auf mehr Sicherheit und weniger gesundheitsgefährdende Abgase? Die Fledermäuse wären vermutlich intelligent genug, eine Alternativ- Route zu finden.

von Martina Janke-Hansen

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