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Grenze des Anstands

Pfarrers-Rücktritt in Bayern Grenze des Anstands

Es ist ein ungeheuerlicher Vorgang — und viel mehr als eine Posse aus dem Bayrischen: Ein Pfarrer mit afrikanischen Wurzeln bekommt anonyme Morddrohungen und wird ...

Es ist ein ungeheuerlicher Vorgang — und viel mehr als eine Posse aus dem Bayrischen: Ein Pfarrer mit afrikanischen Wurzeln bekommt anonyme Morddrohungen und wird rassistisch beleidigt, weil er sich zuvor gegen die Flüchtlingsbeschimpfungen einer einflussreichen örtlichen CSU-Chefin gewehrt hat. Nun räumt Pfarrer Olivier Ndjimbi-Tshiende seinen Posten in Zorneding — aus Angst um sein Leben.

 

LN-Bild

Von Dirk Schmaler

Rassistische Beleidigungen wie dieser sind keine Einzelfälle mehr. Sie zeigen, wie sich in der Flüchtlingskrise die Grenzen des Anstands bereits verschoben haben.

Dabei wären Stimmen der Vernunft und der Mäßigung in Politik und Kirche gerade jetzt wichtig. Wer Geflüchtete aus Afrika oder Syrien pauschal als „Militärdienstflüchtlinge“ oder „Wirtschaftsflüchtlinge“ diffamiert, wer ihnen das Recht abspricht, sich in Sicherheit zu bringen vor Bomben und Terror, wer ihnen gar allgemein unterstellt, sie seien hier, um deutsche Frauen zu vergewaltigen, ist kein wohltuender Klartextredner. Er schürt Hass und sogar Gewalt gegen Fremde.

LN

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