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Kommentar Keine Sonderrechte
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22:15 04.11.2013
Von Dieter Wonka

Franz Beckenbauer haut sich für seinen Spezi Uli Hoeneß in die Bresche. Der selbsterklärte Steuersünder habe „eine zweite Chance“ verdient. Da hat Beckenbauer recht. Er selbst versteuert bekanntlich ziemlich günstig in Österreich. Erstens kennt er sich beim Thema Steuerflucht bestens aus. Zweitens ist Uli Hoeneß oft mit sozialem Engagement in Erscheinung getreten. Und drittens ist einer, der über fünf Jahre am Fiskus vorbei Millionen verzockte, nicht automatisch der übelste aller Schurken. Aber um eine neuerliche Chance zu erhalten, bedarf es der aufrichtigen Reue und der gerechten Aburteilung.

Nur weil Hoeneß Würstl an Bedürftige spendet und den FC Bayern gut lenkt, hat er keinen Anspruch auf eine Sonderbehandlung. Er wird Verständnis dafür haben, dass über ihn als Steuerhinterzieher verhandelt werden wird. Dann kommt das Urteil und danach darf Beckenbauer erneut um die zweite Chance für seinen Uli bitten. Aber nicht vorher und nicht in der Absicht, einer wie Hoeneß könnte einen Freundschaftspreis vor Gericht einkassieren.

LN

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