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09:01 30.10.2013
Von Kilian Haller
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Es ist schon merkwürdig. Wenn ein neues Tempolimit eingeführt wird, fühlt sich der Bürger in seinen Rechten beschnitten. Schreibt Beschwerdebriefe. Oder fährt aus Protest einen anderen Weg. Das Problem mit dem Datenschutz lässt viele Menschen dagegen kalt. „Ich habe ja nichts zu verbergen“, hört man immer wieder. Oder: „Was soll man denn machen?“

Klar. Die Vorzeigebürger machen nichts Illegales, gucken sich auch keinen Schweinkram im Netz an. Das Problem ist viel größer: Was könnte ein Unrechtsstaat mit diesen Daten anfangen! Vor gar nicht langer Zeit sind in diesem Land Menschen systematisch ermordet worden. Auch das waren Menschen, die „nichts zu verbergen hatten“. Nur: Sie gehörten einer Religion an, vertraten eine Meinung oder lebten ihre Sexualität.

Es steht doch jedem frei, das Handy mal aus zu lassen und so die Anbieter zu zwingen, sicherere Dienste anzubieten. Auch der Politik kann jeder klarmachen, was er von Bespitzelung hält. Gern als Beschwerdemail, dann weiß die NSA auch gleich Bescheid.

LN

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