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21:18 10.06.2016

Terroristen schießen nicht mit Dekoflinten. Nicht mit kaputten Karabinern und nicht mit Schreckschuss- oder Gaspistolen. Trotzdem wollen die EU-Innenminister den Zugang zu diesen Waffen mit Blick auf Terroranschläge erschweren und strengere Kontrollen erlassen. Das sieht nach Aktionismus aus.

Von Udo Harms

Terroristen kann man so nicht stoppen. Und doch sind die Innenminister auf dem richtigen Weg. Grundsätzlich sollte es in einer Zivilgesellschaft möglichst wenig Waffen in privater Hand geben. Allein in Deutschland sind jedoch rund 5,8 Millionen legale Waffen in Umlauf, hinzu kommen wohl 20 Millionen illegale. Und nicht jeder, der schießen darf, ist Jäger, Mitglied im Sportclub oder Schützenverein. Deshalb sind alle Maßnahmen gut, die die Hürden für Waffenbesitz höher hängen. Hinzu kommt das Signal, das die EU sendet: Jede Form von Waffenbesitz ist problematisch. Das sollte viele Bürger abhalten, sich zu bewaffnen – und sei es „nur“ mit Schreckschusspistolen. Denn einmal gezückt, können auch sie dazu führen, dass man mit einer echten Waffe erschossen wird.

LN

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