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Kommentar Rollen-Wechsel
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23:24 08.11.2013
Von Michael Wittler

Handelt es sich beim Absturz des US-Präsidenten im Ansehen der Deutschen nur um eine weitere Runde in der Achterbahnfahrt durch die deutsch-amerikanische Gefühlswelt? Schließlich war George W.

Bush vor ein paar Jahren so unbeliebt wie Obama heute. Oder war der anfangs nur so beliebt, weil man ihn als Anti-Bush sehen wollte?

Vielleicht hilft es, die politischen Beziehungen von den handelnden Personen ein wenig zu trennen. Die USA haben (West-)Deutschland ja nach 1945 nicht aus plötzlich entflammter Zuneigung wieder aufgepäppelt: „Der Westen“ mit der Nato voran entstand als politische Konstruktion, um „die Amerikaner drinnen, die Russen draußen und die Deutschen unten zu halten“, wie es der erste Nato-Generalsekretär Lord Ismay ausdrückte. Jetzt aber ist diese Nachkriegsordnung dahin — die Deutschen sind, ob es ihnen nun gefällt oder nicht, Europas aktuelle Vormacht.

Was sie mit dieser Rolle anfangen wollen, ist zu klären; dann können sie vielleicht auch Tun und Lassen von US-Präsidenten realistischer bewerten.

LN

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