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Sehr ferne Ufer

EU und Türkei verhandeln wieder Sehr ferne Ufer

Fast hätte man sie vergessen, die Beitrittsverhandlungen zwischen der EU und der Türkei, die nun mit der Eröffnung eines neuen „Kapitels“ „dynamisiert“ werden sollen.

Fast hätte man sie vergessen, die Beitrittsverhandlungen zwischen der EU und der Türkei, die nun mit der Eröffnung eines neuen „Kapitels“ „dynamisiert“ werden sollen.

So richtig wird sich eine solche Dynamik aber nicht entfalten. Die EU-Länder kämpfen zurzeit mit wachsendem Hang zur Renationalisierung — mit dem auch die Neigung zur Islamophobie wächst.

Gleichzeitig treibt der türkische Premier Erdogan — der bald als Präsident weitermachen will —, die Modernisierung seines Landes unter islamischen Vorzeichen voran. Die Proteste in Istanbul und anderswo sind auch dieser Art von Reformen geschuldet — viele eher säkulare Türken misstrauen Erdogans Kurs.

Es müsste ein diplomatisches Meisterstück werden, wenn man all diese Gegensätze für einen EU-Beitritt unter einen Hut bringen will. Mag sein, dass geostrategische Interessen hinter der EU-Initiative stecken. Aber das fragwürdige Verständnis von Demokratie und Moderne, das sich mit Gezi-Protesten und Kopftuch-Politik verbindet, wird die Willkommens-Kultur in der Krisen-EU kaum fördern.

Bericht Seite 4

LN

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