Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Wetter Grüne fordern Sofortprogramm zum Klimaschutz
Mehr Wetter Grüne fordern Sofortprogramm zum Klimaschutz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:02 08.08.2018
Annalena Baerbock moniert, dass Städte nicht ausreichend auf die Folgen des Klimawandels vorbereitet seien. Quelle: Britta Pedersen
Anzeige
Berlin

Die Folgen der Erderwärmung auch hierzulande seien ignoriert worden, „um weiter behaupten zu können, wir können beim Klimaschutz erst mal abwarten und gerade den Kohleausstieg aufschieben“, sagte Grünen-Chefin Annalena Baerbock der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“.

Doch je mehr Zeit vergehe, umso eher stiegen die Kosten. Der „Heilbronner Stimme“ sagte Baerbock, die Bundesregierung solle sich für ein wirksames Klimaschutzsofortprogramm, das Ende der Kohle, eine ökologische Verkehrswende und einen CO2-Preis einsetzen. „Leider tut sie dies nicht, sondern weigert sich, Leitplanken zu setzen, dass wir die Klimaschutzziele erreichen. Das ist eine große Gefahr für dieses Industrieland, vor allem für die Autoindustrie.“

Der „Rheinpfalz“ sagte die Grünen-Chefin, im Gegensatz zu anderen entwickelten Ländern gebe es hierzulande keinen übergeordneten Plan, um die Folgen extremer Wetterereignisse wie Starkregen oder Trockenheit einzugrenzen. Auf Bundesebene existiere nur ein einziges Klimaanpassungsprogramm, „und das stammt aus dem Jahr 2008“.

In der „WAZ“ monierte sie zudem, dass die Städte nicht ausreichend auf die Folgen des Klimawandels vorbereitet seien. Nötig seien etwa mehr Grünflächen, Frischluftschneisen, begrünte Fassaden und eine bessere Häuserdämmung. Dazu gehöre aber auch der Hochwasserschutz in den Städten, in denen heftige Regenfälle wegen der kompletten Versiegelung zu Überschwemmungen führten.

Hilfsgelder, um Dürreausfälle aufzufangen, sollten aus ihrer Sicht an Zusagen zum Klimaschutz gebunden sein: „Weniger Pestizide, weniger Tierbestände, weniger Monokulturen auf den Feldern. Sonst ist das ein Fass ohne Boden.“

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Australiens bevölkerungsreichster Bundesstaat leidet unter Dürre. Die Regierung von New South Wales erklärte offiziell den gesamten Bundesstaat, der etwa doppelt ...

08.08.2018

Die anhaltende Hitzewelle sorgt auch für schweißtreibende Verhältnisse in den Hamburger Gefängnissen.

08.08.2018

Unter dem Eindruck des Extremsommers kritisiert Grünen-Chefin Annalena Baerbock, dass die deutsche Politik jahrelang zu wenig gegen den Klimawandel getan habe.

08.08.2018
Anzeige