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Wetter „Monster“-Hurrikan „Michael“ trifft in Florida auf Land
Mehr Wetter „Monster“-Hurrikan „Michael“ trifft in Florida auf Land
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22:42 10.10.2018
Hurrikan „Michael“ über dem Golf von Mexiko befindet. Quelle: NOAA/AP
Panama City Beach/Washington

Mit großer Wucht ist der Hurrikan „Michael“ an der Küste des US-Bundesstaats Florida auf Land getroffen.

Der Hurrikan der zweithöchsten Kategorie vier sei am Mittwoch nordwestlich von Mexico Beach in Florida mit Windgeschwindigkeiten von 250 Stundenkilometern auf die Küste gestoßen, teilte das Nationale Hurrikan-Zentrum auf Twitter mit. Der Sturm habe dabei nochmal an Kraft zugelegt. Das Zentrum warnte besonders vor Sturmfluten, die eine Höhe von mehr als vier Metern erreichen könnten.

Unmittelbar zuvor hatte US-Präsident Donald Trump vor der Wucht des Sturms gewarnt, der sich zu einem „Monster“ ausgewachsen habe. Wegen des Hurrikans kam Trump am Mittwoch im Weißen Haus mit dem Chef der Katastrophenschutzbehörde Fema, Brock Long, und mit Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen zusammen. Long sagte: „Dies wäre der intensivste Hurrikan seit 1851, der diese Gegend getroffen hat, wenn ich mich recht erinnere.“

„Michael“ hat rasant an Stärke gewonnen: Am Dienstag war der Sturm zunächst zu einem Hurrikan der Kategorie drei hochgestuft worden, in der Nacht zu Mittwoch dann zu Kategorie vier. Die höchste Stufe ist fünf. Die Behörden hatten zahlreiche Menschen eindringlich dazu aufgerufen, das betroffene Gebiet zu verlassen. Long sagte: „Wir sind besorgt, dass viele Bürger sich dazu entschlossen haben, die Warnungen nicht zu befolgen.“

Trump kündigte an, das Katastrophengebiet voraussichtlich am Sonntag oder Montag zu besuchen. Bei einem früheren Besuch befürchte er, den Helfern in den Weg zu kommen, sagte der Präsident.

Eine CNN-Reporterin im Sturmgebiet sagte, Menschen in der Gegend hätten am Dienstag noch gedacht, sie würden einen Hurrikan der Kategorie zwei aussitzen. Als sie dann am Mittwoch aufgewacht seien, seien sie mit einem Sturm der Kategorie vier konfrontiert gewesen. Der Gouverneur von Florida, Rick Scott, hatte am Morgen gesagt, es sei nun zu spät, noch aus dem Sturmgebiet zu fliehen.

Vor dem Eintreffen von Hurrikan „Michael“ an der US-Küste hat die Europäische Kommission Hilfe zugesagt. Auf Bitten der US-Behörden sei der Copernicus-Dienst für Katastrophen- und Krisenmanagement aktiviert worden, teilte die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel mit. Darüber können unter anderem Lagekarten erstellt werden, die ein detailliertes Ausmaß der Schäden zeigen. Den Angaben zufolge wird Copernicus Karten für die Bundesstaaten Florida, Alabama und Georgia zur Verfügung stellen.

dpa

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