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Wetter Massenkarambolage und über 100 weitere Unfälle wegen Eisglätte
Mehr Wetter Massenkarambolage und über 100 weitere Unfälle wegen Eisglätte
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17:35 24.12.2012
Auch in Hamburg kam es zu mehreren Unfällen. Foto: M. Christians
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Hamburg

Bei einer Massenkarambolage wurden sechs Menschen nahe Rellingen bei Pinneberg leicht verletzt. Wie die Polizei mitteilte, fuhren 14 Autos ineinander.

Zunächst hätten zwei Autos aus unbekannter Ursache auf dem Seitenstreifen der A23 in Richtung Norden gehalten. Ein Fahrer habe die Polizei gerufen. Als die Beamten eintrafen, habe ein vorbeifahrendes Auto gebremst und sei dabei ins Schleudern geraten. In den Unfallwagen seien dann auf einer Strecke von 400 Metern 13 weitere Autos hineingefahren, die auf vereister Fahrbahn nicht mehr bremsen konnten. Helfer bauten für die vielen unverletzten Mitfahrer ein Zelt auf, in dem sie sich bei der eisigen Kälte aufwärmen konnten. Die A23 war in Richtung Heide ab Hamburg-Eidelstedt für viereinhalb Stunden, in Richtung Hamburg ab Pinneberg Süd für zweieinhalb Stunden gesperrt.

Zu einem weiteren schweren Unfall kam es in Bad Segeberg: Ein 38-jähriger Mann prallte in der Nacht zum Sonntag mit seinem Auto gegen einen Baum und wurde schwer verletzt. Zwei 18- und 13-jährige Mitfahrer erlitten nach Polizeiangaben leichte Verletzungen. Der Mann sei am Ortsausgang auf glatter Straße zu schnell gefahren, hieß es. Alle drei Verletzten wurden ins Krankenhaus gebracht.

Bei den insgesamt mehr als 100 Glätteunfällen wurden mindestens 17 Menschen leicht und einer schwer verletzt. Nach Angaben der Feuerwehr stürzten auf vereisten Gehwegen in Hamburg vier Fußgänger und mussten ins Krankenhaus gebracht werden. An einem Kaufhaus in der Mönkebergstraße in Hamburg drohten Eisplatten von einem Baugerüst zu stürzen, die von der Feuerwehr abgeschlagen wurden.

Der Hamburger Winterdienst war seit 01.30 Uhr mit 110 Fahrzeugen im Einsatz, wie ein Sprecher mitteilte. Weitere 270 Fahrzeuge rückten ab 04.00 Uhr aus. Einige Straßen wurden von der Polizei in Hamburg wegen Glätte vorübergehend gesperrt, so die Wilhelmsburger Reichsstraße.

Auch Bahnfahrer bekamen die Auswirkungen des Eisregens zu spüren. Auf der Strecke zwischen Elmshorn und Westerland auf Sylt kam es im Fernverkehr zu Zugausfällen. Wie eine Pressesprecherin der Deutschen Bahn mitteilte, wurden die Oberleitungen auf der Strecke durch Eisregen beschädigt. ICs und ICEs zwischen Hamburg und Westerland sollten demnach bis etwa 16.00 Uhr ausfallen. Die Fernverkehrszüge werden elektrisch betrieben, die Regionalzüge der Nordostseebahn haben dagegen Dieselloks und fuhren wie gewohnt.

dpa

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