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Waldemar Hartmann über Rudi Völler und Weißbier

Berlin Waldemar Hartmann über Rudi Völler und Weißbier

„Waldi“ Hartmann gehört zu den schillernden Figuren im deutschen Sportjournalismus. Sein Interview mit Rudi Völler ist legendär - auch sein misslungener Auftritt als Telefonjoker bei „Wer wird Millionär?“

Berlin. Der 6. September 2003 war ein Wendepunkt im Leben des Sportreporters Waldemar Hartmann (68). Kaum hatte der Nationalmannschaftscoach „Waldi“ nach einem mauen 0:0 in Island des fröhlichen Weizenbierkonsums bezichtigt, schon hatte Hartmann einen dicken Werbevertrag in der Tasche. Noch heute ist der Reporter dem Ex-Bundestrainer dankbar, wie er der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Frage: Wer wird Ihrer Meinung nach Europameister und warum?

Antwort: Traditionsgemäß zählen die Gastgeberländer zu den Favoriten. Und wer wie Frankreich dabei auf Ribery verzichten kann, wohl auch zurecht. Die Belgier sind ja quasi Nachbargastgeber. Dort hat Trainer Marc Wilmots seit Jahren eine tolle jungen Truppe aufgebaut. De Bruyne und Hazard werden Stars der EM.

Frage: Wie und wo schauen Sie die Spiele?

Antwort: Ich werde bei einigen Veranstaltungen und im Fernsehen in Deutschland als Gast meinen Senf dazugeben. Ansonsten genieße ich die Spiele zuhause auf der Couch.

Frage: Was war der größte Fußball-Moment ihres Lebens?

Antwort: Der größte Moment meines Fußballlebens ereignete sich nach einem Spiel. Es war am 6. September 2003 nach einem 0:0 der Nationalmannschaft gegen Island. Rudi Völler verschaffte mir durch seinen Vulkanausbruch einen zehnjährigen Vertrag als Weißbierbotschafter. Ich bin ihm heute noch dankbar dafür. Ähnliche Wirkung hatte mein Blackout als „Telefonjoker der Herzen“ bei Günter Jauch. Dadurch erfuhr ich, dass Deutschland 1974 im eigenen Land Weltmeister geworden war. Wie schön!

Frage: Wirken sich die die Terroranschläge von Paris (rund um das Länderspiel Frankreich-Deutschland im vergangenen November) auf Ihre EM-Begeisterung aus?

Antwort: Natürlich ist da latent eine Sorge vor Anschlägen da. Selbstmordattentäter sind leider nicht berechenbar.

ZUR PERSON: Der gebürtige Nürnberger begann seine journalistische Karriere 1970 bei der „Schwäbischen Neuen Presse“ in Augsburg und fand bald Kontakt zum Bayerischen Rundfunk, für den er über lange tätig war. Er ist zum dritten Mal verheiratet und hat zwei Kinder.

dpa

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