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Zahl der Pardelluchse hat sich vervierfacht

Sevilla Zahl der Pardelluchse hat sich vervierfacht

Der Pardelluchs galt vor wenigen Jahren als die am stärksten vom Aussterben bedrohte Raubtierart der Welt. Die Anstrengungen in Spanien und Portugal zur Rettung der Raubkatzen zeigen Erfolge.

Sevilla. Neue Hoffnung für den Pardelluchs: Der Bestand der bedrohten Raubtierart hat sich kräftig erholt. Nach einem Bericht des Förderprogramms Life+Iberlince wurden Ende 2015 in Spanien und Portugal 404 Tiere gezählt, etwa 20 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Im Vergleich zu 2002, als der Bestand auf weniger als 100 Raubkatzen gesunken und die Art akut vom Aussterben bedroht war, hat die Zahl der Pardelluchse sich vervierfacht.

Die Tierschutzorganisation WWF wertete das Resultat der Erhebung am Dienstag als einen wichtigen Erfolg für den Artenschutz. „Die neuen Zahlen haben unsere Erwartungen deutlich übertroffen“, betonte Moritz Klose, Wildtier-Referent beim WWF Deutschland. Das sei ein Hoffnungsschimmer für eines der weltweit am stärksten bedrohten Säugetiere.

Nach der Studie, die auf einem Expertentreffen in Sevilla in Südspanien präsentiert wurde, ging die Sterberate der Pardelluchse im vorigen Jahr zurück. 2015 wurden danach zehn Tiere von Autos angefahren und getötet, etwa halb so viele wie im Vorjahr.

Eine Gefahr für die Luchse gehe indirekt von einer Krankheit aus, die sich in bestimmten Gegenden Südspaniens unter den Wildkaninchen ausgebreitet habe, heißt es in dem Bericht. Die Kaninchen sind die mit Abstand wichtigste Nahrung der Pardelluchse. Die deutliche Verringerung der Bestände habe viele Raubkatzen dazu gezwungen, in andere Gebiete zu ziehen.

Die Zukunft des Pardelluchses stehe weiter auf der Kippe, warnte der WWF. Die Raubkatzenart (Lynx pardinus) kommt nur auf der Iberischen Halbinsel vor und wird daher auch Iberischer Luchs genannt. Er ist etwas kleiner als sein nächster Verwandter, der eurasische Luchs (Lynx lynx). Der Iberische Luchs lebt - anders als sein Verwandter - nicht in Wäldern, sondern in offenen Buschlandschaften.

dpa

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