Volltextsuche über das Angebot:

24 ° / 5 ° heiter

Navigation:
1,2 Millionen bei Swiss-Flug verschwunden - 50 Millionen nicht

New York 1,2 Millionen bei Swiss-Flug verschwunden - 50 Millionen nicht

Auf der Reise über den Atlantik kann mal etwas verloren gehen - aber gleich 1,2 Millionen Dollar? 12 000 Hunderter sind bei einer Flugreise von Zürich nach New York verschwunden.

Voriger Artikel
Innenminister Friedrich verteidigt Überwachung
Nächster Artikel
Snowden sitzt ohne Pass in Moskau fest

Swiss-Flugzeug auf dem Flughafen von Zürich. Foto: Steffen Schmidt/Archiv/Symbol

New York. Noch rätselhafter: 50 Millionen Dollar sind es nicht.

Ein FBI-Sprecher bestätigte am Mittwoch, dass das Geld auf der Reise von Zürich nach New York verloren ging. Erst am Montag, zwei Tage nach Landung der Maschine, sei der Verlust der umgerechnet 920 000 Euro bei der Kontrolle der versiegelten Container bemerkt worden.

Eine heiße Spur hatte die US-Bundespolizei nach eigenen Angaben nicht. Details wollte der FBI-Sprecher aber nicht preisgeben. Auch nicht zu dem Gerücht, dass das Geld schon vor Landung des Flugzeugs verschwunden sei. US-Medien hatten sogar berichtet, dass 92 Millionen Dollar zurückgelassen wurden. „Diese Zahl stimmt nicht“, sagte der FBI-Sprecher. „Es waren 50 Millionen, die liegenblieben - warum auch immer.“

Das Geld, durchweg Hunderter, war für eine Bank in den USA bestimmt und in großen versiegelten Kisten unterwegs. Die Kisten waren in einem größeren Container und flogen auf einem normalen Passagierflug als Fracht mit. Auch wenn es die interne Transaktion einer Privatbank war, gingen die Kisten erst einmal wie üblich zu einer Filiale der US-Notenbank. Dort wurde der Verlust bemerkt.

Eine der Kisten hatte ein faustgroßes Loch. Das könnte von einem Gabelstapler sein - beabsichtigt oder nicht. Medienberichten zufolge hatte ein Staplerfahrer das Loch gemeldet, das von anderer Fracht verdeckt gewesen sei. Er habe dem erst keine große Bedeutung beigemessen, weil das immer wieder passiere. Später habe er eingeräumt, dass das Loch doch größer sei als die üblichen Beschädigungen durch Gabelstapler.

Swiss-Sprecherin Susanne Mühlemann sagte der Nachrichtenagentur dpa: „Wir können aufgrund der laufenden Untersuchungen nicht über Details informieren. Jedoch gibt es keine Hinweise, dass Frachtstücke direkt aus einem Swiss-Flugzeug in JFK entwendet wurden.“

Die Ermittler prüfen in alle Richtungen. Nur inoffiziell heißt es, dass womöglich nach einer zufälligen Beschädigung ein Unbekannter eine günstige Gelegenheit sah. Das Geld war in zwölf Packen zu je 1000 Scheinen verpackt. Das zusammen ließe sich in einer Tasche oder einem kleinen Koffer leicht verstauen. Nur unter der Hand sagt ein FBI-Ermittler, dass sie auch eine ganz einfache Variante prüfen: Dass das Geld schlicht herausgefallen sei. „Allerdings müsste es dann ja irgendwo sein, oder?“

Auch im Zeitalter digitaler Überweisungen werden noch gewaltige Summen in bar um die Welt geflogen - und es wird sogar immer mehr. 32 Milliarden Banknoten sind laut US-Notenbank im Umlauf im Wert von 1,15 Billionen Dollar - eine Zahl mit 13 Stellen. Und die Zahl der Banknoten wächst kräftig, fast zehn Prozent im Jahr.

Der mutmaßliche Diebstahl ist gewaltig, aber längst nicht der einzige in der Geschichte des Kennedy-Flughafens. 1967 sorgte der „Air-France-Diebstahl“ für Aufsehen, als die Mafia in einer genau geplanten Aktion 420 000 Dollar stahl. Der Riesenklau lief ohne Gewalt ab und wurde erst drei Tage später bemerkt.

Beim „Lufthansa-Raub“ wurden 1978 sogar fünf Millionen Dollar und zudem Juwelen erbeutet, nach heutiger Kaufkraft zusammen mehr als 20 Millionen Dollar. Allerdings war der Überfall äußerst brutal. Später zerstritten sich die Komplizen. In den sechs Monaten nach dem Raub wurden zehn von ihnen ermordet. Der Überfall war mehrfach das Thema von Filmen, unter anderem von Martin Scorseses „Good Fellas“.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Brennpunkte
Reporter vor Ort

In einer fortlaufenden Galerie zeigen wir Ihnen jeden Tag die wichtigsten Bilder aus Lübeck und den umliegenden Kreisen. Klicken Sie hier, um die Galerie für den April 2018 zu sehen!

Die CDU sollte nach Ansicht des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther die Hälfte ihrer Führungsposten mit Frauen besetzen. Richtig so?

  • Hochzeitszauber
    Tipps und Tricks zum Planen und Organisieren Ihrer Hochzeit. Ob Location, Dekoration, Trauringe, Flitterwochen, Catering - hier finden Sie Informationen und kompetente Ansprechpartner in und um Lübeck für Ihre Traumhochzeit.

    Tipps und Tricks zum Planen und Organisieren Ihrer Hochzeit. Ob Location, Dekoration, Trauringe, Flitterwochen, Catering - hier finden Sie Informat... mehr

  • Reisetipps
    In unserem Reiseportal finden Sie viele Tipps & Tricks für Reisende und Urlauber.

    In unserem Reiseportal finden Sie viele Tipps & Tricks für Reisende und Urlauber. mehr

  • Events & Veranstaltungen
    Was? Wann? Wo? Hier finden Sie die Veranstaltungen und Events in Ihrer Nähe.

    Was? Wann? Wo? Hier finden Sie die Veranstaltungen und Events in Ihrer Nähe. mehr

  • Lifestyle

    Unser Lifestyle-Portal mit nützlichen News und Tipps: Informieren Sie sich über Mode, Beauty und aktuelle Trends. Mehr Schwung, mehr Spaß... mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Kommentar

Bissig, polemisch, kontrovers: Kommentare aus den LN.

TV-Vorschau

Unsere Kolumne zeigt, wo sich das Einschalten lohnt.

Sonntagsreden

Von Börse bis Fußballplatz - Blogs unserer "Edelfedern".

Kreuzwort

Auch online wartet täglich ein neues Rätsel auf Sie. Jetzt rätseln!

Sudoku

Bleiben Sie geistig aktiv – mit japanischem Gehirnjogging.

24. Juli 2017 - Alev Doğan in Allgemein

Es gibt eine Wahrheit, vor der auch ich mich schon lange drücke. Eine, die auszusprechen weh tut: Um die Türkei steht es im Moment nicht gut. Ach was, um die Türkei steht es im Moment miserabel.

mehr