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Brennpunkte Alain Juppé: Der Traum von einem politischen Comeback
Nachrichten Brennpunkte Alain Juppé: Der Traum von einem politischen Comeback
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17:42 27.11.2016
Alain Fillon zog bereits mit 27 Jahren als damals jüngster Abgeordneter in die Nationalversammlung ein und bekleidete seit 1993 fünfmal einen Ministerposten. Quelle: Yoan Valat
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Paris

Alain Juppé ist im französischen Vorwahlkampf ein ungewöhnlicher Kandidat. Der 71 Jahre alte Bürgermeister von Bordeaux und Ex-Premier des damaligen Präsidenten Jacques Chirac will es nach vielen Karrierestationen und Rückschlägen noch einmal wissen.

Sein Traum: Vom Élyséepalast aus sein wirtschaftlich schwächelndes Vaterland wieder zu neuer Größe zu führen.

Sein staatsmännisches Auftreten und sein abgeklärter Stil kamen gut an, lange führte er in den Umfragen. Er gibt sich als Versöhner, der zwar reformieren will - aber ohne Brutalität. Die ganz große Begeisterung an der konservativen Basis kam aber letztlich nicht auf.

In der ersten Vorwahlrunde am vergangenen Sonntag belegte er nur Platz zwei, abgeschlagen hinter seinem parteiinternen Konkurrenten François Fillon. Seine selbstbewusste Warnung, nur er könne die Rechtspopulistin Marine Le Pen in der entscheidenden Stichwahl im Mai kommenden Jahr besiegen, verhallte.

Der aus einfachen Verhältnissen stammende Absolvent von Eliteschulen wurde von allem von Staatschef Chirac geprägt. Unter ihm war er von 1995 bis 1997 Premierminister. Im Kampf um Chiracs Nachfolge als Führungsfigur der Konservativen unterlag er allerdings Nicolas Sarkozy. Dieser ernannte Juppé 2011 zum zweiten Mal zum Außenminister. „Über die Jahre hat er schließlich einem deutschen Christdemokraten geähnelt“, schreibt die Zeitung „Le Monde“ über Juppés Entwicklung.

Juppé kennt Rückschläge zur Genüge. 2004 verließ er die politische Szene, nachdem er im Zusammenhang mit einer Parteispendenaffäre zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden war. Er zog sich damals für einige Zeit nach Kanada zurück.

dpa

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