Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Brennpunkte Ansturm von Flüchtlingen nach Deutschland ungebrochen
Nachrichten Brennpunkte Ansturm von Flüchtlingen nach Deutschland ungebrochen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:28 14.10.2015
Migranten auf Lesbos: Deutschland bleibt für viele von ihnen das Ziel ihrer Träume. Quelle: Zoltan Balogh
Anzeige
Athen

Trotz des nahenden Winters kommen weiter Tausende Flüchtlinge nach Westeuropa und vor allem nach Deutschland. Die aktuelle Lage sieht so aus:

- In der griechischen Hafenstadt Piräus sind am Mittwochmorgen an Bord von Fähren rund 5000 Migranten von den Inseln in der Ostägäis angekommen. Bereits am Vortag waren 7000 Flüchtlinge aus Lesbos und Chios eingetroffen, berichtete das Staatsfernsehen (ERT). Am gleichen Tag schafften mehr als 5000 neue Flüchtlinge die Überfahrt von der Türkei auf vorgelagerte griechische Inseln.

- Aus Griechenland und Mazedonien treffen nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) täglich im Schnitt 5000 Migranten in Südserbien ein.

- Das jüngste EU-Mitglied Kroatien schleust täglich durchschnittlich 6000 Flüchtlinge, die aus Richtung Serbien kommen, nach Ungarn. Allein in den letzten drei Wochen seien es 126 000 Menschen gewesen, sagte Innenminister Ranko Ostojic am Mittwoch. Er rechne nicht mit einem Nachlassen des Ansturms.

- Entsprechend sind in Ungarn am Dienstag 6000 neue Flüchtlinge gezählt worden, teilte die Polizei am Mittwoch mit. In der ersten Oktoberwoche seien es täglich zwischen 3700 und gut 6000 Menschen gewesen. Ähnliche Zahlen seien im gesamten September registriert worden. Die Flüchtlinge werden an die Grenze nach Österreich gebracht, die sie dann zu Fuß überqueren. Von dort reisen die meisten weiter nach Deutschland.

Die offiziellen Zahlen spiegeln möglicherweise nicht die ganze Wirklichkeit wider. Zahlreiche Migranten entziehen sich in Mazedonien, Serbien und Kroatien jeder Registrierung durch die Behörden. Wie viele Menschen in diese Gruppe fallen, ist völlig offen.


UNHCR über Flüchtlingszahlen in einzelnen Ländern
Flüchtlingsstatistik der ungarischen Polizei
Kroatischer Außenminister in der Zeitung Jutarnji list über die Flüchtlingszahlen

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Erbgut-Schäden können für Lebewesen tödlich enden. Doch die Zellen sind nicht hilflos: Sie haben mehrere Werkzeugkoffer. Für deren Erforschung bekommen drei Wissenschaftler den Chemie-Nobelpreis.

07.10.2015

Eigentlich liegt es nahe, dass sich das Kanzleramt bei der übergroßen Flüchtlingskrise den Hut aufsetzt. Doch der Schritt kommt plötzlich - und auf ungewöhnliche Art. Sofort ist von einer Degradierung des Innenministers die Rede. De Maizière lässt das geschehen.

14.10.2015

Eine Woche nach Beginn der russischen Luftangriffe hat das syrische Regime mit Hilfe aus Moskau eine Bodenoffensive gegen Rebellen begonnen.

07.10.2015
Anzeige