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Brennpunkte Anthony Scaramucci - glatt, gesprächig und manchmal unflätig
Nachrichten Brennpunkte Anthony Scaramucci - glatt, gesprächig und manchmal unflätig
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21:52 31.07.2017
Anthony Scaramucci, der erst vor wenigen Tagen ernannte Kommunikationschef von US-Präsident Donald Trump, räumt seinen Posten im Weißen Haus schon wieder. Quelle: Pablo Martinez Monsivais
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Washington

Bei seinem Debüt als Kommunikationsdirektor von US-Präsident Donald Trump hatte Anthony Scaramucci gleich mehrmals seine „Liebe“ zu Donald Trump bekundet. Doch nach nur etwas mehr als einer Woche ist er seinen Posten schon wieder los.

Der 53-jährige multimillionenschwere New Yorker Ex-Finanzier machte in seiner kurzen Amtszeit vor allem mit unflätigen Äußerungen über andere Mitarbeiter des Weißen Hauses auf sich aufmerksam. Seine groben Beleidigungen versuchte er anschließend als Folge seiner manchmal „lebhaften“ Sprache zu entschärfen.

Bevor der telegene Harvard-Absolvent seinen neuen Posten erhielt, war er bereits einer der eloquentesten und entschiedensten Fürsprecher Trumps in diversen Fernsehsendungen. Wie es heißt, mochte der Präsident „theMooch“, wie Scaramucci in Manhattan genannt wird, sehr, weil er ihm in vielen Punkten ähnlich sei - von seinem exaltierten New Yorker Stil bis hin zu seinen Erfolgen als Geschäftsmann.

Scaramucci kam als Sohn eines italienischen Immigranten zur Welt, der im Sand-Tagebau arbeitete. Er selber war früher unter anderem bei Goldman Sachs tätig und hob dann eine eigene Investment-Firma aus der Taufe. 2005 gründete er Sky Bridge Capital, die er Anfang des Jahres verkaufte. Er hatte auch eine eigene Fernsehshow, „Wall Street Week“.

Der verheiratete Scaramucci war nicht immer ein Trump-Anhänger. So hatte er im vergangenen Vorwahlkampf zunächst die republikanischen Bewerber Scott Walker und dann Jeb Bush unterstützt. 2015 nannte er Trump in einer TV-Sendung unter anderem einen „politischen Nichtsnutz“, was er bei seiner Amtsübernahme am Freitag vor einer Woche als „einen meiner größten Fehler“ bezeichnete. Trump sei in Wahrheit ein „wunderbarer Mensch“.

dpa

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