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Brennpunkte Bus fährt in Moskau in Menschenmenge
Nachrichten Brennpunkte Bus fährt in Moskau in Menschenmenge
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15:02 25.12.2017
Ein Krankenwagen fährt in Moskau an einem Polizeiauto vorbei. Quelle: Alexander Zemlianichenko / Archiv
Moskau

Mitten im Moskauer Silvesterverkehr ist ein Linienbus in eine Menschenmenge gefahren und hat mehrere Menschen tödlich verletzt. Nach Agenturmeldungen vom Montag wurden zudem mehr als ein Dutzend Fußgänger verletzt.

Der Bus fuhr die Treppe zu einer Unterführung hinunter und blieb dort stehen, wie Bilder in sozialen Netzwerken zeigten. Schauplatz des Vorfalls war der Kutusowski Prospekt, eine Hauptstraße im Westen der russischen Hauptstadt, an der ein vielbesuchtes Einkaufszentrum und die U-Bahn-Station „Slawjanski Bulwar“ liegen.

Die Polizei sprach von einem Unfall, ausgelöst durch technisches Versagen oder einen Fahrfehler. Allerdings zeigen nicht verifizierte Internetvideos, wie der Bus erst langsam durch eine Lücke zwischen anderen Fahrzeugen manövriert und dann die Treppe hinab rast. Der 58-jährige Fahrer wurde festgenommen. Das Fahrzeug gehörte einer örtlichen Buslinie.

Vier Menschen seien getötet worden, teilten die Behörden mit. Zwischenzeitlich war in Meldungen auch von fünf Toten die Rede gewesen. Ein Mann konnte aber nach Medienberichten wiederbelebt werden. Von der Unfallstelle wurden Verletzte mit mehreren Helikoptern in Krankenhäuser geflogen.

Auf russischen Seiten im Internet wurde rasch über einen Terrorakt spekuliert. Moskau ist vor allem in den 2000er Jahren immer wieder Schauplatz schwerer Anschläge gewesen. Im April dieses Jahres hatte ein islamistischer Selbstmordattentäter in der U-Bahn von St. Petersburg 14 Menschen und sich selbst in die Luft gesprengt.

Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin kündigte eine Überprüfung des städtischen Fuhrparks an. In der Woche vor Neujahr, dem wichtigsten Familienfeiertag im Jahr, machen viele Russen ihre Einkäufe. Die Moskauer Straßen und Geschäfte sind deshalb voller Menschen wie in Deutschland in den Tagen vor Weihnachten.

dpa

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