Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Brennpunkte Cameron: Türkei wird über Jahrzehnte kein EU-Mitglied
Nachrichten Brennpunkte Cameron: Türkei wird über Jahrzehnte kein EU-Mitglied
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:22 03.06.2016
Anzeige
London

Der britische Premierminister David Cameron hat dem türkischen Wunsch nach einem EU-Beitritt eine Absage erteilt. „Es gibt keine Aussichten, dass die Türkei der EU in Jahrzehnten beitritt“, sagte er in einem Interview von Sky News zum britischen EU-Referendum.

Dennoch müsse die EU in der Flüchtlingsfrage mit der Regierung in Ankara zusammenarbeiten, fügte er hinzu.

Zugleich verteidigte Cameron seine Haltung, dass London in der Gemeinschaft bleiben solle. Sollten sich die Briten beim Referendum am 23. Juni für den Austritt entscheiden, würde dies dem Land Schaden zufügen. „Wenn wir rausgehen, würden wir unserer Wirtschaft schaden.“ Das Pfund würde fallen, die Preise steigen, viele Jobs gingen verloren. „Wir wären ein ärmeres Land.“

Cameron widersprach Kritik von Brexit-Befürwortern, dass er mit seinen Warnungen „Angstmache“ betreibe. Die allermeisten internationalen Organisationen wie etwa der Internationale Währungsfonds IWF warnten vor dem Austritt. Ohne EU-Mitgliedschaft wäre zudem Großbritanniens Stimme in der Welt schwächer.

Mit Blick auf den unklaren Ausgang der Abstimmung fügte Cameron   hinzu: „Ich werde die Anordnungen des britischen Volkes ausführen.“ Laut Umfragen ist der Ausgang des Referendums offen, beide Lager liegen in etwa gleichauf.  

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Nach der Bundestagsresolution zum Völkermord an den Armeniern im Ersten Weltkrieg haben sich Dutzende Menschen in der Südkaukasusrepublik bei Deutschland bedankt.

10.06.2016

Fast 30 Länder haben die Massaker an den Armeniern zum Völkermord erklärt. Jetzt hat sich auch der Bundestag eingereiht. Die Türkei schäumt. Aus Protest wurde der Botschafter aus Berlin zurückgerufen. Was folgt als nächstes?

03.06.2016

Nach wie vor sind Hunderte Helfer am Niederrhein im Kampf gegen die Wassermassen im Einsatz. Aber sie machen sich Hoffnung: Die befürchteten Fluten blieben bislang aus. Wenn da nicht die Wetteraussichten wären.

03.06.2016
Anzeige