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Chemikalienkauf diente wohl zur Drogen-Herstellung

Köln Chemikalienkauf diente wohl zur Drogen-Herstellung

Weil er einen verdächtigen Chemikalien-Mix im Baumarkt kaufte, gerät ein Mann ins Visier der Polizei. Jetzt stellt sich heraus, er wollte keine Bombe bauen. Vielmehr soll es um Drogen gegangen sein.

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Die Kölner Polizei hatte nach einem Mann gefahndet, der der in einem Baumarkt verdächtige Chemikalien gekauft hatte.

Quelle: Federico Gambarini

Köln. Der verdächtige Chemikalienkauf in einem Baumarkt bei Köln hatte keinen terroristischen Hintergrund. Nach der Vernehmung des 44-jährigen Käufers und der Durchsuchung seiner Wohnung teilte die Kölner Polizei mit, der anfängliche Verdacht gegen den Mann werde nicht mehr aufrechterhalten.

Eine Sprecherin sagte, er habe möglicherweise aus den Substanzen Drogen herstellen wollen. Dies habe er zuletzt jedenfalls eingeräumt.

Der 44-Jährige hatte am vergangenen Freitag in einem Baumarkt in Pulheim bei Köln einen verdächtigen Chemikalien-Mix gekauft. Ein Mitarbeiter des Baumarktes fand dies so auffällig, dass er tags darauf die Polizei informierte. Um welche Chemikalien es ging, wollte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst nicht sagen. Der Mix sei verdächtig, da er sowohl zum Putzen als auch für Sprengstoff genutzt werden könnte. Nach einer Fahndung mit Fotos meldete sich der 44-Jährige am Dienstagabend bei der Polizei in Pulheim. Er wurde vorläufig festgenommen und nach Köln gebracht.

Nach Angaben der Polizei wurden bei der Durchsuchung seiner Wohnung auch Drogen gefunden. Die Ermittlungen dazu dauerten an. Der Mann befinde sich deshalb weiter im Polizeipräsidium. „Aus den Ermittlungen zu seiner Person und seinem Lebensumfeld lassen sich keine Anhaltspunkte dafür ableiten, dass er die Chemikalien zu anderen Zwecken erworben hat“, heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Sie hatte zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung erhalten.

Vor dem Frankfurter Landgericht läuft derzeit der Prozess gegen einen 36-Jährigen, der möglicherweise vergangenes Jahr einen Anschlag auf ein Radrennen bei Frankfurt geplant hatte. Er geriet ins Visier der Polizei, weil er rund vier Wochen vor dem Radrennen mit seiner Frau in einem Frankfurter Baumarkt drei Liter Wasserstoffperoxid kaufte - eine mögliche Zutat für einen Sprengkörper. Dabei gab er falsche Personalien an. Die Verkäuferin alarmierte die Polizei. Das Paar gab später an, mit der Chemikalie Schimmel in der Wohnung bekämpfen zu wollen.

dpa

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